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Zahlen zu Drogendelikten

Die Zahl der polizeilich erfassten Fälle von Rauschgiftkriminalität ist im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent gestiegen und hat mit 282.504 Fällen (5.870 mehr als 2014) wieder das Niveau des Jahres 2005 erreicht. Die Aufklärungsquote lag bei 93,9 Prozent und erreicht damit einen ähnlich hohen Wert wie 2014 (94,4 Prozent).

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2015

Rauschgiftdelikte stiegen im Jahr 2015 deutlich an

© Daniel Peter, MEV-Verlag

 

Die Zahl der polizeilich erfassten Fälle von Rauschgiftkriminalität ist im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent gestiegen und hat mit 282.504 Fällen (5.870 mehr als 2014) wieder das Niveau des Jahres 2005 erreicht. Die Aufklärungsquote lag bei 93,9 Prozent und erreicht damit einen ähnlich hohen Wert wie 2014 (94,4 Prozent).

 

Insgesamt wurden 121.264 Tatverdächtige festgestellt, die als Konsumenten harter Drogen gelten. Davon waren 85 Prozent männlich und 14,1 Prozent weiblich. Häufig handelt es sich um Mehrfachtäter.

Die Erkennung und Erfassung von Konsumenten harter Drogen ist schwierig und unvollständig, denn man kann davon ausgehen, dass die Drogenabhängigkeit eines Täters häufig nicht erkannt wird. Die Anteile von Straftaten durch Konsumenten harter Drogen dürften also höher liegen als statistisch registriert – besonders bei den Delikten Diebstahl und Raub. Die Entwicklung der registrierten Rauschgiftdelikte hängt außerdem stark vom Kontrollverhalten des Zolls und der Polizei ab.

Die verschiedenen Rauschgiftarten

Aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Drogenarten wurden 2015 bei den Rauschgiftdelikten 168.724 Fälle (Anteil von 59,7 Prozent; 2014: 58,2 Prozent) von Cannabis-Konsum verfolgt sowie 56.215 Fälle, bei denen es um Amphetamine/Methamphetamine und deren Derivate einschließlich Ecstasy ging (Anteil von 20,2 Prozent; 2014: 19,1 Prozent). Bei 11.302 Fällen war Heroin im Spiel (Anteil von 4,0 Prozent; 2014: 4,1 Prozent) und in 14.159 Fällen ging es um Kokain (Anteil von 5,0 Prozent; 2013: 5,0 Prozent). Die Fälle mit Heroin und Kokain haben im Jahr 2015 leicht abgenommen, während die Fälle mit Amphetamin/Metamphetamin (+5,6 Prozent), Cannabis (+1,7 Prozent) und LSD (+8,4 Prozent) zugenommen haben.

Drogentote

2015 wurden in Deutschland insgesamt 1.226 Drogentote registriert, das sind 194 mehr als im Vorjahr. Meldepflichtig sind alle Todesfälle, die in Zusammenhang mit einem Drogenkonsum stehen. Dazu gehören Todesfälle infolge von Missbrauch, Selbsttötung aus Verzweiflung über die Lebensumstände oder unter Einwirkung von Entzugserscheinungen sowie tödliche Unfälle von unter Drogeneinfluss stehenden Personen. Auch hier muss von einem Dunkelfeld ausgegangen werden. Insgesamt starben in Deutschland seit Beginn der Erhebung im Jahr 1973 mindestens 45.936 Menschen an Drogen.

KL (29.07.2016)

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