Sie sind hier >  /  /  

< Neuer Lebenssinn durch Arbeit

Zahlen zu Drogendelikten

Die Zahl der polizeilich erfassten Fälle von Rauschgiftkriminalität ist im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent gestiegen und hat mit 276.734 Fällen (23.209 mehr als im Vorjahr) wieder das Niveau des Jahres 2005 erreicht. Die Aufklärungsquote lag bei 94,4 Prozent und erreicht damit fast denselben Wert wie 2013 (94,5 Prozent).

Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2014

Rauschgiftdelikte stiegen im Jahr 2014 deutlich an

© Daniel Peter, MEV-Verlag

 

Die Zahl der polizeilich erfassten Fälle von Rauschgiftkriminalität ist im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozent gestiegen und hat mit 276.734 Fällen (23.209 mehr als im Vorjahr) wieder das Niveau des Jahres 2005 erreicht. Die Aufklärungsquote lag bei 94,4 Prozent und erreicht damit fast denselben Wert wie 2013 (94,5 Prozent).

 

Insgesamt wurden 228.110 (+ 10 Prozent) Tatverdächtige festgestellt, die als Konsumenten harter Drogen gelten. Davon waren 87,5 Prozent männlich und 12,5 Prozent weiblich. Häufig handelt es sich um Mehrfachtäter.
Die Erkennung und Erfassung von Konsumenten harter Drogen ist schwierig und unvollständig, denn man kann davon ausgehen, dass die Drogenabhängigkeit eines Täters häufig nicht erkannt wird. Die Anteile von Straftaten durch Konsumenten harter Drogen dürften also höher liegen als statistisch registriert – besonders bei den Delikten Diebstahl und Raub. Die Entwicklung der registrierten Rauschgiftdelikte hängt außerdem stark vom Kontrollverhalten des Zolls und der Polizei ab.

Die verschiedenen Rauschgiftarten 

Aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Drogenarten wurden 2014 bei den Rauschgiftdelikten 161.040 Fälle (Anteil von 58,2 Prozent; 2013: 57,2 Prozent) von Cannabis-Konsum verfolgt sowie 52.763 Fälle, bei denen es um Amphetamine/Methamphetamine und deren Derivate einschließlich Ecstasy ging (Anteil von 19,1 Prozent; 2013: 19,1 Prozent). Bei 11.305 Fällen war Heroin im Spiel (Anteil von 4,1 Prozent; 2013: 4,7 Prozent) und in 13.911 Fällen ging es um Kokain (Anteil von 5 Prozent; 2013: 5,6 Prozent). Die Fälle mit Heroin und Kokain haben im Jahr 2014 leicht abgenommen, während die Fälle mit Amphetamin/Metamphetamin um fast 9 Prozent und mit Cannabis sogar um 11 Prozent zugenommen haben.

Drogentote 

2014 wurden in Deutschland insgesamt 1.032 Drogentote registriert, das sind 30 mehr als im Vorjahr. Meldepflichtig sind alle Todesfälle, die in Zusammenhang mit einem Drogenkonsum stehen. Dazu gehören Todesfälle infolge von Missbrauch, Selbsttötung aus Verzweiflung über die Lebensumstände oder unter Einwirkung von Entzugserscheinungen sowie tödliche Unfälle von unter Drogeneinfluss stehenden Personen. Auch hier muss von einem Dunkelfeld ausgegangen werden. Insgesamt starben in Deutschland seit Beginn der Erhebung im Jahr 1973 mindestens 43.650 Menschen an Drogen.

Weitere Infos für Berater zum Thema Drogen

NACOA Deutschland – Interessensvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e. V.

„Um in der Gesellschaft das Tabuthema der Kinder aus Suchtfamilien...[mehr erfahren]

Alkohol und Medikamente sollten nicht gemeinsam eingenommen werden

Die Kombination von Alkohol und Medikamenten ist eine heikle...[mehr erfahren]

Rechtlich und moralisch umstrittener Nutzen

So genannte Babyklappen, in denen Mütter ihre Neugeborenen anonym...[mehr erfahren]

Cannabis, Kokain & Co.

Die verschiedenen Drogen werden aus unterschiedlichen Rohstoffen...[mehr erfahren]

Nebenwirkungen von Alkohol, Cannabis und Liquid Ecstasy

Schädliche Folgen sind keinesfalls auf die harten Drogen beschränkt....[mehr erfahren]

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Meist gelesene Artikel

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Abstimmung

Soll das Verfahren "Section Control" zur Kontrolle der Geschwindigkeit auf Streckenabschnitten, das zur Zeit in Niedersachsen getestet wird, in Deutschland eingeführt werden?
Ja, dadurch wird das nur kurzzeitige riskante Abbremsen bei den bisherigen Blitzanlagen verhindert. Es sollte in Deutschland flächendeckend eingeführt werden.
Ja, eine Einführung würde die Verkehrsunfälle verringern, sollte aber nur an speziellen Gefahrenpunkten eingesetzt werden.
Nein, eine Einführung würde zu eine weitere Gängelung der Autofahrer in Deutschland führen und wäre in datenschutzrechtlicher Hinsicht problematisch.