Sie sind hier >  /  
< Schutz vor Cybermobbing

Alle 18 Minuten verunglückt ein Kind im Straßenverkehr

Die Zahl der verunglückten Kinder auf der Straße ist in den letzten zehn Jahren um ein Drittel gesunken. Auch die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder sinkt langfristig betrachtet rapide: Wurden in den 1950er Jahren noch über 1.000 getötete Kinder pro Jahr gezählt, sank diese Zahl in den 1990er Jahren auf unter 500 und liegt 2014 bereits das fünfte Mal unter 100.

Kinder in der Verkehrsunfallstatistik

Kinder werden zwischen parkenden Autos schlecht gese

© Eckart Seidl, MEV-Verlag

 

Die Zahl der verunglückten Kinder auf der Straße ist in den letzten zehn Jahren um ein Drittel gesunken. Auch die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder sinkt langfristig betrachtet rapide: Wurden in den 1950er Jahren noch über 1.000 getötete Kinder pro Jahr gezählt, sank diese Zahl in den 1990er Jahren auf unter 500 und liegt 2014 bereits das fünfte Mal unter 100.

 

Laut Statistischem Bundesamt verunglückten 2013 28.674 Kinder unter 15 Jahren auf deutschen Straßen. 24.131 davon wurden leicht verletzt, 4.472 erlitten schwere Verletzungen und 71 starben.
Jeweils rund ein Drittel der verunglückten Kinder kam im Jahr 2014 als Insasse in einem Pkw oder auf einem Fahrrad zu Schaden. Jedes vierte verunglückte Kind war zu Fuß unterwegs, als der Unfall passierte.

Von den im Jahr 2014 getöteten Kindern verloren die meisten als Fußgänger das Leben (39,4 Prozent). Mehr als jedes dritte getötete Kind (36,6 Prozent) kam als Insasse in einem PKW ums Leben, 16,9 Prozent als Fahrradfahrer.

Jungen am stärksten gefährdet

Jungen sind aufgrund ihrer stärkeren Verkehrsbeteiligung und der größeren Risikobereitschaft gefährdeter, im Straßenverkehr zu verunglücken, als Mädchen. 2014 verunglückten 55,8 Prozent der Jungen unter 15 Jahren und 44,2 Prozent der Mädchen. Insbesondere als Radfahrer waren Jungen wesentlich stärker gefährdet als Mädchen. So waren zwei Drittel (65,7 Prozent) der verunglückten Radfahrer Jungen und nur gut ein Drittel Mädchen (34,3 Prozent). Auch als Fußgänger verunglückten Jungen (57,5 Prozent) häufiger als Mädchen (42,5 Prozent). Als Pkw-Insassen kamen dagegen mehr Mädchen (53 Prozent) als Jungen (47 Prozent) zu Schaden.

Das häufigste Fehlverhalten, das bei den Kindern beobachtet wurde, ist das falsche Überschreiten der Fahrbahn (87,6 Prozent der Fälle). Davon überquerten mehr als die Hälfte der Kinder die Fahrbahn, ohne auf den Fahrzeugverkehr zu achten. Der zweithäufigste Fehler war das plötzliche Hervortreten hinter Sichthindernissen. Dies war bei knapp 28 Prozent der Kinder die Unfallursache. Beim Fahrradfahren wurde oft die Straße falsch genutzt (22,3 Prozent), vor allem wurde auf der falschen Fahrbahnseite gefahren. Fast genauso häufig (20,8 Prozent) machten Kinder Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Ausfahren. Gerade das Einfahren in den fließenden Verkehr bereitete große Schwierigkeiten.

KL (24.09.2015)

Weitere Infos für Eltern

Projekt „Prävention in Kindergarten und Schule – PiKS“

Der Deutsche Förderpreis Kriminalprävention wird seit dem Jahr 2003...[mehr erfahren]

Nicht immer sind Plüschtiere & Co. so harmlos wie sie scheinen

Wer Spielzeug kauft, will Freude bereiten. Doch nicht immer ist es...[mehr erfahren]

Gefälschte Schlankmacher, Potenzmittel & Co. erobern Deutschland

„Damit bist du in null Komma nichts zehn Kilo los und musst noch...[mehr erfahren]

Eltern müssen ihre Kinder beim Medienkonsum begleiten

Martin Lorber ist Pressesprecher des Spieleherstellers Electronic...[mehr erfahren]

Zu viele Menschen ertrinken beim Schwimmen in Seen und Flüssen

Vor allem in den Sommermonaten zieht es viele Menschen zum Sonnen,...[mehr erfahren]

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Meist gelesene Artikel

Abstimmung

Soll das Verfahren "Section Control" zur Kontrolle der Geschwindigkeit auf Streckenabschnitten, das zur Zeit in Niedersachsen getestet wird, in Deutschland eingeführt werden?
Ja, dadurch wird das nur kurzzeitige riskante Abbremsen bei den bisherigen Blitzanlagen verhindert. Es sollte in Deutschland flächendeckend eingeführt werden.
Ja, eine Einführung würde die Verkehrsunfälle verringern, sollte aber nur an speziellen Gefahrenpunkten eingesetzt werden.
Nein, eine Einführung würde zu eine weitere Gängelung der Autofahrer in Deutschland führen und wäre in datenschutzrechtlicher Hinsicht problematisch.