Sie sind hier >  /  
< Kinder machen den „Fußgängerführerschein“

Bilder sagen mehr als Worte

Bei der Polizeipuppenbühne Koblenz treten Polizeibeamte als Puppenspieler auf und führen Stücke zu Themen der Verkehrs- und Kriminalprävention für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf. Indem die Polizeibeamten mit ihren Puppen die Phantasie und Gefühle ihrer Zuschauer anregen, werden sie nicht nur spielerisch für Gefahren sensibilisiert. Die Botschaften bleiben auch besonders lange im Gedächtnis.

Die Arbeit der Polizeipuppenbühne Koblenz


Aktuell wird das Thema Cybergrooming in den Stücken für Jugendliche aufgegriffen.

© Polizeipuppenbühne Koblenz

 

Bei der Polizeipuppenbühne Koblenz treten Polizeibeamte als Puppenspieler auf und führen Stücke zu Themen der Verkehrs- und Kriminalprävention für Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf. Indem die Polizeibeamten mit ihren Puppen die Phantasie und Gefühle ihrer Zuschauer anregen, werden sie nicht nur spielerisch für Gefahren sensibilisiert. Die Botschaften bleiben auch besonders lange im Gedächtnis.

Die Polizeipuppenbühne im Kurzfilm

Polizeipuppenbühnen gibt es in Deutschland schon seit den 1950er Jahren. Die Polizeipuppenbühne Koblenz ist 1982 im Kreis Ahrweiler entstanden. Als Puppenspieler fungieren Polizeibeamte mit speziellen Zusatzkenntnissen bzw. Ausbildungen. „Unser Angebot ist zielgruppengerecht aufgebaut und richtet sich an Kindergartenkinder und Schulkinder bis hin bis zu Senioren“, erklärt Polizeihauptkommissar Michael Meyer. Seit neustem zeigt ein Kurzfilm die Polizeipuppenbühne Koblenz und ihre Puppen im Einsatz.

Von Polizeinotruf bis Cybergrooming

Im Kindergarten- und Grundschulbereich wird vor allem das richtige Verhalten im Straßenverkehr vermittelt. Im Mittelpunkt der Puppenstücke steht nicht nur das Überqueren einer viel befahrenen Fahrbahn und das Anschnallen im Auto. „Mit unseren Puppen zeigen wir den Kindern zum Beispiel, was passieren kann, wenn sie auf der Straße von einem Erwachsenen angesprochen werden. Wir wollen ihnen klar machen: „Gehe nie mit jemandem, ohne vorher Bescheid zu sagen!““, erklärt Meyer. Ein weiteres Thema für Kindergarten- und Grundschulkinder ist der Polizeinotruf: „Hier demonstrieren wir anhand unserer Puppen, wann man die 110 wählen muss und welche Informationen für die Polizei im Notfall wichtig sind.“ Mit älteren Kindern und Jugendlichen aus weiterführenden Schulen erarbeiten die Puppenspieler vor allem die Themen Gewalt, Zivilcourage und Diebstahl durch eine Kombination von verschiedenen Moderations-, Workshop- und Theatermethoden. „Ganz aktuell ist das Thema Cybergrooming, also der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen über das Internet und Soziale Netzwerke, ein zentraler Bestandteil unserer Stücke“, so Meyer. „Überwiegend stehen hinter diesen Kontaktaufnahmen sexuelle Interessen von Pädophilen mit besonderem Interesse an Minderjährigen. Es ist wichtig, die Jugendlichen auf die Gefahren aufmerksam zu machen.“

Das rollende Klassenzimmer

Die Polizeibeamten der Polizeipuppenbühne Koblenz treten nicht nur vor Ort in den Kindergärten und Schulen auf. Seit 2002 steht ihnen das sogenannte „rollende Klassenzimmer“ zur Verfügung. Michael Meyer: „Dabei handelt es sich um einen großen Nahverkehrsbus, der extra für uns zu einem mobilen Theater umgebaut worden ist.“ Mit bis zu 50 Zuschauerplätzen bietet der bunte Bus zahlreiche Einsatzmöglichkeiten: Man kann mit den Kindern Spiele durchführen, der Bus eignet sich aber auch für Präventionsveranstaltungen aller Art. Dafür stehen alle modernen technischen Mittel bereit. „Wir sind die einzige Polizeipuppenbühne in Rheinland-Pfalz, die ein solches Einsatzmittel besitzt“, freut sich Meyer. „Das liegt daran, dass wir in einem sehr großen Gebiet unterwegs sind. Andere Polizeipuppenbühnen besitzen Tourneebühnen, die für jede Veranstaltung am Spielort auf- und wieder abgebaut werden müssen. Wenn wir diese Auf- und Abbauzeiten einsparen können, haben wir mehr Zeit, uns unserem Publikum zu widmen.“

Seite: 1 2 weiter >>

Weitere Präventionsprojekte in Rheinland-Pfalz

Ein Projekt der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz

Deutschlandweit leben rund 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche...[mehr erfahren]

Verkehrssicherheitsarbeit in Lahnstein

Wie verhält man sich im Straßenverkehr richtig? Warum soll man beim...[mehr erfahren]

Unterstützung für Jugendliche in besonderen Notlagen

Ob Aids, Drogen, Sexualität, Beziehungs- oder schulische Probleme –...[mehr erfahren]

Dass Vorschulkinder und Kinder der ersten Grundschulklasse in Neuwied...[mehr erfahren]

Premiumpartner