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„No Addiction“ in Dresden

Seit zehn Jahren ist das Fachteam „Mobile Jugendarbeit zur Suchtprävention der Diakonie Dresden in der Stadt unterwegs, um jungen Menschen die Wirkung von Drogen und Mechanismen bei Suchtverhalten zu verdeutlichen.

Mobile Jugendarbeit zur Suchtprävention Diakonie Dresden


Die No addiction-Infostände gibt es nachts in Dresdener Clubs

© Diakonie Dresden

 

Seit zehn Jahren ist das Fachteam „Mobile Jugendarbeit zur Suchtprävention der Diakonie Dresden in der Stadt unterwegs, um jungen Menschen die Wirkung von Drogen und Mechanismen bei Suchtverhalten zu verdeutlichen.

Wie das Projekt entstand

Das Projekt ist 2005 unter dem Namen „Szenespezifische Straßen-Sozialarbeit“ entstanden. „Da ging es um junge Menschen zwischen 15 und 27, die im öffentlichen Raum anzutreffen und mehr oder weniger sozial benachteiligt waren“, sagt Sozialpädagoge Daniel Ellerbrock vom Fachteam „Mobile Jugendarbeit zur Suchtprävention der Diakonie Dresden“. Damals lag der Fokus noch nicht auf „Sucht“. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch herauskristallisiert, dass viele Leute nicht nur konsumieren, sondern riskant konsumieren bis hin zu Abhängigkeitserkrankungen bei legalen und illegalen Drogen.

„Safer Nightlife“ mit Infoständen

Heute ist das Dresdener Fachteam „Mobile Jugendarbeit zur Suchtprävention“ auf drei verschiedene Arten aktiv: Mit „No Addiction“ in der Bildungsarbeit, als Kooperationspartner von „HaLT!“, einem bundesweiten Projekt zur Alkoholprävention bei Kindern und Jugendlichen, und seit September 2014 unter dem Motto „apo(THEKE) Safer Nightlife“ in Dresdener Clubs. Das Team der Diakonie leistet nachts in den Diskos an Infoständen Aufklärungsarbeit. „Eine niederschwellige Möglichkeit, mit Konsumierenden in Kontakt zu kommen“, sagt Daniel Ellerbrock. Das Credo lautet: sachliche Aufklärung statt erhobener Zeigefinger. „Wir sind nicht da, um zu bewerten, sondern um zu zeigen: Wenn du dieses tust, hat es jene Folgen.“ Die Reflektion soll angeregt werden. Dazu werden zum Beispiel Substanz-Flyer verteilt, in denen die Wirkung und Risiken insbesondere des Mischkonsums von verschiedenen Substanzen erläutert werden. „Die Hauptdroge ist Alkohol, gefolgt von Nikotin, Cannabis, Amphetaminen (Speed) und Ecstasy.“ Das Infoangebot kommt an: Nach anfänglicher Skepsis und Verwunderung nahmen die Partygäste das Informationsangebot neugierig und gut an. Manche kannten die Infostände im Nachtleben bereits aus anderen Städten. An den Ständen werden schließlich nicht nur gute Ratschläge, sondern auch Obstsalat, Wasser, Traubenzucker, Ohrenstöpsel und Kondome verteilt.

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