Sie sind hier >  /  
Opfer
Opfer zu werden bedeutet in der Kriminologie, durch eine Straftat oder ein Ereignis physisch, psychisch und/oder materiell geschädigt zu werden.

Geschädigte Personen von Verbrechen

Menschen können auf vielfältige Art und Weise zum Opfer werden, zum Beispiel im Straßenverkehr („Verkehrsopfer“), bei Straftaten oder Gewaltanschlägen („Tatopfer“) oder Umweltkatastrophen („Katastrophenopfer“). In der Kriminologie bezeichnet der Begriff Opfer stets die geschädigte Person eines Verbrechens und bildet damit den Gegensatz zum Begriff „Täter“. Opfer ist dabei derjenige, der durch einen Täter in seinen Rechten verletzt wird. Diese Verletzung kann sowohl körperlicher (Mord, Körperverletzung), ideeller (Beleidigung, Urheberrechtsverletzung) als auch materieller (Diebstahl, Sachbeschädigung) Natur sein. Opfer von Straftaten sind anschließend häufig traumatisiert oder erleiden anderweitig starke psychische Schäden. Daher gewinnt der Opferschutz immer mehr an Bedeutung.

Viktimologie

Mit der Opferwerdung sowie deren prozessualen Voraussetzungen befasst sich die Viktimologie (die „Lehre vom Opfer“ bzw. Opferforschung). Gegenstand der Forschung sind die Persönlichkeitsstrukturen von Opfern, der Vorgang, in dem jemand zum Opfer eines Täters wird („Viktimisierung“), die Beziehungsstrukturen zwischen Opfer und Tätern und die Folgen für die Opfer einer Straftat. Im Fokus steht zum einen die Interaktion zwischen Opfer und Täter sowie andererseits zwischen Opfer und sozialen Kontrollinstitutionen (Justiz), sozialer Umwelt und Einrichtungen.

Opfertypologien

Der kriminologische Forscher Ezzat Abdel Fattah bezieht sich in seiner Opfertypologie auf die Interaktion zwischen Opfer und Täter und teilt die Opfer nach ihren jeweiligen Beteiligungssituationen ein. Demnach unterscheidet er zwischen:

  • teilnehmendes Opfer: wirkt bei der Tat selber mit (z. B. der „betrogene Betrüger“)
  • nichtteilnehmendes Opfer/unschuldiges Opfer
  • latentes oder prädisponiertes Opfer (z. B. durch Leichtgläubigkeit, Naivität, Aberglauben, Isolation, Schwäche)
  • provozierendes Opfer (z. B. Tötung auf Verlangen)
  • „falsches“ Opfer (z. B. durch selbstverschuldeten Unfall)

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Meist gelesene Artikel

Sicherheitsbehörden in Deutschland

RSS Feed: Die tägliche Präventions-News

Zentrum für Rechtsextremismusforschung , Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration (KOMREX) Juristische Fakultät der Universität Göttingen (www) 11. Kriminalwissenschaftliches Kolloquium "Sind unsere Sorgen begründet...
Die 57. DHS-Fachkonferenz SUCHT findet vom 9. bis 11. Oktober 2017 unter dem Schwerpunktthema „Sucht und andere Themen“ in Essen statt. Veranstalter ist die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Programm und Anmeldung...
pufii.de – NEWSLETTER, 23.06.2017   -   For English version please see below! Sehr geehrte Damen und Herren, heute erhalten Sie die aktuelle Ausgabe des Newsletters von pufii.de. In dieser Woche sind folgende Themen...

Abstimmung

Soll das Verfahren "Section Control" zur Kontrolle der Geschwindigkeit auf Streckenabschnitten, das zur Zeit in Niedersachsen getestet wird, in Deutschland eingeführt werden?
Ja, dadurch wird das nur kurzzeitige riskante Abbremsen bei den bisherigen Blitzanlagen verhindert. Es sollte in Deutschland flächendeckend eingeführt werden.
Ja, eine Einführung würde die Verkehrsunfälle verringern, sollte aber nur an speziellen Gefahrenpunkten eingesetzt werden.
Nein, eine Einführung würde zu eine weitere Gängelung der Autofahrer in Deutschland führen und wäre in datenschutzrechtlicher Hinsicht problematisch.