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Taschendiebstahl und Betrug in Zahlen

Fälle von Taschendiebstahl und Diebstahl bargeldloser Zahlungsmittel wie EC- oder Kreditkarten haben im Jahr 2015 stark zugenommen.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2015


Die Anzahl der Taschendiebstähle ist 2015 angestiegen

© Gerhard Seybert, fotolia

 

Fälle von Taschendiebstahl und Diebstahl bargeldloser Zahlungsmittel wie EC- oder Kreditkarten haben im Jahr 2015 stark zugenommen.

 

Insgesamt wurden von der Polizei 168.142 Fälle von Taschendiebstahl erfasst. Das sind 11.073 Fälle mehr als im Vorjahr. Damit haben die Zahlen im Zehnjahresvergleich das höchste Niveau erreicht. Am häufigsten gestohlen wird in Großstädten, an Orten mit vielen Menschen, in dichtem Gedränge, in Fußgängerzonen und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie auf Märkten, Messen und Großveranstaltungen. Die Gesamtzahl der Tatverdächtigen betrug 9.142 (2014: 7.869), davon waren 66,6 Prozent Erwachsene ab 21 Jahren (2014: 64,4 Prozent), 16,7 Prozent Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (2014: 19 Prozent) und 16,7 Prozent Heranwachsende zwischen 18 und 21 Jahren (2014: 16,5 Prozent). Die Aufklärungsquote bei Taschendiebstahl betrug 6,4 Prozent (2014: 5,9 Prozent). Mehr als jeder zweite Tatverdächtige war bei Taschendiebstahl (aus am Körper getragenen Taschen) kein Deutscher. Bei Taschendieben handelt es sich oft um professionelle, international reisende Täter.

Taschendiebstahl in Deutschland im Jahr 2015 – ein Überblick

© Polizeiliche Kriminalprävention

Diebstahl von unbaren Zahlungsmitteln

Im Jahr 2015 gab es insgesamt 153.968 Fälle von Diebstahl unbarer Zahlungsmittel wie EC- oder Kreditkarten (2014: 144.358). Die Aufklärungsquote lag bei 7,4 Prozent (2014: 8,1 Prozent). Insgesamt gab es 10.544 Tatverdächtige (2014: 10.765), davon waren 74,6 Prozent Erwachsene ab 21 Jahren (2014: 74 Prozent), 12,6 Prozent Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (2014: 13 Prozent) sowie 12,8 Prozent Heranwachsende im Alter zwischen 18 und 21 Jahren (2014: 13 Prozent). 2015 waren 76,2 Prozent der Täter männlich und 23,8 Prozent weiblich.

Betrug im unbaren Zahlungsverkehr

Beim so genannten „Betrug im unbaren Zahlungsverkehr“ bzw. Debitkartenbetrug werden die EC- oder Kreditkarten bei Diebstählen oder Einbrüchen gestohlen und anschließend beispielsweise beim elektronischen Lastschriftverfahren eingesetzt (ohne Nutzung der PIN). Eine andere Betrugsmöglichkeit ist das Auslesen der Kartendaten sowie das Ausspähen der PIN (etwa durch das so genannte „Skimming“ am Geldautomaten). Anschließend werden Kartendubletten erstellt, mit denen im Ausland mithilfe der PIN Geld vom Konto des Opfers abgehoben wird. Im Jahr 2015 wurden 23.670 Betrugsfälle mit EC-Karten mit PIN (2013: 23.638) und 18.487 Fälle ohne PIN (2014: 16.069) erfasst. Die Schadenssumme betrug 23,7 Millionen Euro (mit PIN) bzw. 4,5 Millionen Euro (ohne PIN). Im Jahr 2014 lagen die Schadenssummen bei 22,7 Millionen Euro (mit PIN) und 3,5 Millionen Euro (ohne PIN). 2015 betrug die Aufklärungsquote 33,5 Prozent (mit PIN) bzw. 39,4 Prozent (ohne PIN). Insgesamt gab es 5.708 Tatverdächtige (mit PIN) sowie 2.386 Tatverdächtige (ohne PIN).

KL (29.07.2016)

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