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Taschendiebstahl und Betrug in Zahlen

Fälle von Taschendiebstahl und Diebstahl bargeldloser Zahlungsmittel wie EC- oder Kreditkarten haben im Jahr 2014 stark zugenommen.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2014

Die Anzahl der Taschendiebstähle ist 2014 angestiegen

© Gerhard Seybert, fotolia

 

Fälle von Taschendiebstahl und Diebstahl bargeldloser Zahlungsmittel wie EC- oder Kreditkarten haben im Jahr 2014 stark zugenommen.

 

Insgesamt wurden von der Polizei 157.069 Fälle von Taschendiebstahl erfasst. Das sind 21.443 Fälle mehr als im Vorjahr. Damit haben die Zahlen im Zehnjahresvergleich das höchste Niveau erreicht. Die Schadenssumme betrug 45,9 Millionen Euro, das bedeutet einen Anstieg um 6,5 Millionen Euro im Vergleich zu 2013. Am häufigsten gestohlen wird in Großstädten, an Orten mit vielen Menschen, in dichtem Gedränge, in Fußgängerzonen und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie auf Märkten, Messen und Großveranstaltungen. Die Gesamtzahl der Tatverdächtigen betrug 7.869 (2013: 6.305), davon waren 64,4 Prozent Erwachsene ab 21 Jahren (2013: 64,7 Prozent), 19 Prozent Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (2013: 20 Prozent) und 16,5 Prozent Heranwachsende zwischen 18 und 21 Jahren (2013: 15,3 Prozent). Die Aufklärungsquote bei Taschendiebstahl betrug 5,9 Prozent (2013: 5,7 Prozent). Mehr als jeder zweite Tatverdächtige war bei Taschendiebstahl (aus am Körper getragenen Taschen) kein Deutscher. Bei Taschendieben handelt es sich oft um professionelle, international reisende Täter.

Taschendiebstahl in Deutschland im Jahr 2014 – ein Überblick

© Polizeiliche Kriminalprävention

Diebstahl von unbaren Zahlungsmitteln

Im Jahr 2014 gab es insgesamt 144.358 Fälle von Diebstahl unbarer Zahlungsmittel wie EC- oder Kreditkarten (2013: 136.034). Die Aufklärungsquote lag bei 8,1 Prozent (2013: 8,7 Prozent). Der ermittelte Schaden lag im Jahr 2014 bei 57,7 Millionen Euro und stieg somit ebenfalls an (2013: 56,3 Millionen Euro). Insgesamt gab es 10.765 Tatverdächtige (2013: 10.667), davon waren 74 Prozent Erwachsene ab 21 Jahren (2013: 72 Prozent), 13 Prozent Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (2013: 14,7 Prozent) sowie 13 Prozent Heranwachsende im Alter zwischen 18 und 21 Jahren (2013: 13,3 Prozent). 2013 waren 75,8 Prozent der Täter männlich und 24,2 Prozent weiblich. .

Betrug im unbaren Zahlungsverkehr

Beim so genannten „Betrug im unbaren Zahlungsverkehr“ bzw. Debitkartenbetrug werden die EC- oder Kreditkarten bei Diebstählen oder Einbrüchen gestohlen und anschließend beispielsweise beim elektronischen Lastschriftverfahren eingesetzt (ohne Nutzung der PIN). Eine andere Betrugsmöglichkeit ist das Auslesen der Kartendaten sowie das Ausspähen der PIN (etwa durch das so genannte „Skimming“ am Geldautomaten). Anschließend werden Kartendubletten erstellt, mit denen im Ausland mithilfe der PIN Geld vom Konto des Opfers abgehoben wird. Im Jahr 2014 wurden 23.670 Betrugsfälle mit EC-Karten mit PIN (2013: 23.638) und 16.069 Fälle ohne PIN (2013: 16.434) erfasst. Die Schadenssumme betrug 22,7 Millionen Euro (mit PIN) bzw. 3,5 Millionen Euro (ohne PIN). Im Jahr 2013 lagen die Schadenssummen bei 23,2 Millionen Euro (mit PIN) und 3,4 Millionen Euro (ohne PIN). 2014 betrug die Aufklärungsquote 36,7 Prozent (mit PIN) bzw. 46,6 Prozent (ohne PIN). Insgesamt gab es 6.019 Tatverdächtige (mit PIN) sowie 2.400 Tatverdächtige (ohne PIN).

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