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Mehr Wohnungseinbrüche und schwere Ladendiebstähle

Im Jahr 2014 registrierte die Polizei deutschlandweit über 2,4 Millionen Diebstähle. 152.123 Fälle davon waren Wohnungseinbrüche, das bedeutet eine Steigerung um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Polizeiliche Kriminalstatistik in Sachen Einbruch

Je weniger ein Büro gesichert ist, desto leichter wird eingebrochen

© Initiative „Nicht bei mir“

 

Im Jahr 2014 registrierte die Polizei deutschlandweit über 2,4 Millionen Diebstähle. 152.123 Fälle davon waren Wohnungseinbrüche, das bedeutet eine Steigerung um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

Die Aufklärungsquote lag in diesem Segment bei nur 15,9 Prozent – sie stieg damit im Vergleich zum Vorjahr aber immerhin um 0,4 Prozentpunkte. In allen anderen Bereichen ist die Aufklärungsquote gesunken, so zum Beispiel beim Diebstahl in/aus Wohnungen (-0,7 Prozent) oder aus Dienst-, Büro- und Lagerräumen (-1,4 Prozent). Die Aufklärungsquote beim Diebstahl insgesamt lag bei 27 Prozent und damit ebenfalls unter dem Vorjahresniveau (2013: 27,5 Prozent).
Die absolute Zahl der schweren Diebstähle, für die ein Einbrecher Hindernisse wie geschlossene Türen oder Fenster überwinden muss, ist 2014 leicht gestiegen, und zwar um 3,1 Prozent auf über 1,1 Millionen Fälle. Schwere Ladendiebstähle haben 2014 nach einer Zunahme von 9,5 Prozent im Jahr 2013 erneut auf 19.600 (+12,7 Prozent) Fälle zugenommen, der einfache Diebstahl lediglich um 2,1 Prozent auf 345.773 Fälle. Auch der einfache Diebstahl aus Kiosken, Warenhäusern und Verkaufsräumen stieg um 1,8 Prozent auf 386.067 Fälle.
Das Bundeskriminalamt ordnet die Aussagekraft der Statistik in diesem Bereich so ein: „Diebstahlsdelikte werden der Polizei in hohem Maße durch Anzeigen der Geschädigten bekannt. Somit sind Veränderungen der Fallzahlen erheblich vom wahrgenommenen Schaden und Anzeigeverhalten abhängig.“
Die Zahl der Graffiti-Schäden hat sich erneut positiv entwickelt: Sie sank im Jahr 2014 um 2,8 Prozent auf nunmehr 95.160 registrierte Fälle.

Ladendiebstahl bei Kindern und Jugendlichen

Zu den tatverdächtigen Kindern und Jugendlichen lässt sich feststellen: Ladendiebstahl lag mit 30,9 Prozent aller Fälle bei den tatverdächtigen Kindern unter 14 Jahren ganz vorne; bei den 14- bis 18-jährigen Jugendlichen liegt der Anteil der Ladendiebstähle dann nur noch bei 19,6 Prozent der Tatverdächtigen. Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen deutschen und nichtdeutschen tatverdächtigen Jugendlichen: Sie sind im gleichen Umfang am Ladendiebstahl und an Diebstahlsdelikten insgesamt beteiligt.
Die meisten erfassten Fälle von Kriminalität in großen deutschen Städten (pro 100.000 Einwohner) ereigneten sich im Jahr 2014 in Frankfurt am Main, gefolgt von Berlin, Hannover und Köln.
KL (28.08.2015)

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