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Schluss mit Rechts!

Das Aussteigerprogramm für Rechtsextremist/innen „APR NRW“ des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen hilft Neonazis, sich dauerhaft aus der rechtsextremen Szene zu lösen. Seit dem Start im Jahr 2001 nahm das NRW-Aussteigerprogramm insgesamt 222 Rechtsextremisten auf. Eine unabhängige Evaluation, die im Mai 2015 von NRW-Innenminister Ralf Jäger vorgestellt wurde, dokumentiert den Erfolg des Programms: 137 Personen haben das Programm inzwischen erfolgreich abgeschlossen.

Aussteigerprogramm für Rechtsextremisten in NRW erfolgreich


Die meisten Klienten haben viele verschiedene persönliche Probleme

© Peter Atkins, fotolia

 

Das Aussteigerprogramm für Rechtsextremist/innen „APR NRW“ des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen hilft Neonazis, sich dauerhaft aus der rechtsextremen Szene zu lösen. Seit dem Start im Jahr 2001 nahm das NRW-Aussteigerprogramm insgesamt 222 Rechtsextremisten auf. Eine unabhängige Evaluation, die im Mai 2015 von NRW-Innenminister Ralf Jäger vorgestellt wurde, dokumentiert den Erfolg des Programms: 137 Personen haben das Programm inzwischen erfolgreich abgeschlossen.

Ziele des Aussteigerprogramms

Ein unabhängiges Team von Wissenschaftlern hat die Qualität und Wirksamkeit des Aussteigerprogramms überprüft. Dafür haben sie sich die selbst gesetzten Ziele des APR NRW angesehen, nämlich:

  • gefährdete Klienten zu schützen,
  • ihre dauerhafte Abkehr von der rechtsextremen Szene und aus rechtsextremen Orientierungszusammenhängen zu fördern,
  • ihnen ein straffreies Leben nach Beendigung der Begleitung zu ermöglichen und
  • die kritische Auseinandersetzung mit rassistischen und anderen undemokratischen Denkmustern zu initiieren und zu fördern.

Persönliche Lage der betreuten Klienten vor dem Ausstieg

Die Klienten, die bis zum Evaluierungszeitpunkt am Aussteigerprogramm teilgenommen haben, waren fast ausschließlich männlich, unter 30 Jahre alt und in Bezug auf ihre schulische Bildung niedrig qualifiziert. Viele hatten Hafterfahrung oder befanden sich bei Eintritt in das APR in Haft. Ihre familiären Hintergründe waren überwiegend belastet. Die meisten Klienten lebten in keiner festen Partnerschaft – jeder Fünfte wurde von einem Vertreter einer staatlichen Stelle betreut. Viele der jungen Männer hatten weitere persönliche Probleme, Schulden, eine Suchterkrankung und/oder waren psychisch auffällig. Zudem waren bei rund der Hälfte Strafverfahren oder Bewährungsverfahren anhängig. Die meisten Klienten waren seit vielen Jahren in der rechtsextremen Szene in NRW aktiv. Rund ein Drittel gehörte einer rechtsextremen Partei und 40 Prozent einer Kameradschaft an. Etwa die Hälfte wurde als „Mitläufer“ eingestuft, knapp die andere Hälfte als „Aktivist“ und jeder siebte war „auf Führungsebene“ aktiv.

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