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Die Welt der Pädosexuellen

Pädosexualität ist kein Thema, das breit in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Die Täter handeln im Verborgenen. Sie wissen, dass die Gesellschaft Menschen, die sich sexuell von Kindern angezogen fühlen, ächtet und in keiner Weise akzeptiert. Das Martyrium der von sexuellem Missbrauch betroffenen Kinder geht häufig über mehrere Jahre. Besonders belastend für die Opfer ist es, wenn der Missbrauch auch noch in Form von Kinderpornografie festgehalten und weiterverbreitet wird.

Von Missbrauch und Kinderpornografie

Pädosexuelle suchen häufig die Nähe von Kindern

© Colette, fotolia

 

Pädosexualität ist kein Thema, das breit in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Die Täter handeln im Verborgenen. Sie wissen, dass die Gesellschaft Menschen, die sich sexuell von Kindern angezogen fühlen, ächtet und in keiner Weise akzeptiert. Das Martyrium der von sexuellem Missbrauch betroffenen Kinder geht häufig über mehrere Jahre. Besonders belastend für die Opfer ist es, wenn der Missbrauch auch noch in Form von Kinderpornografie festgehalten und weiterverbreitet wird. 

 

Pädosexuelle verstecken ihre Neigung vor der Gesellschaft um jeden Preis. Nach außen wirken sie oft wie der „nette Nachbar“ von nebenan. Sie sind meist freundlich, umgänglich, unauffällig und manchmal mit einer hohen sozialen Intelligenz ausgestattet. Pädosexuelle sind in allen gesellschaftlichen Schichten und Berufen zu finden – von Sozialhilfeempfängern über Lehrer bis hin zu Ärzten sind viele Berufe vertreten. Besonders häufig wählen sich Pädosexuelle Berufe aus, die einen engen Kontakt mit Kindern voraussetzen, wie etwa Erzieher. Untereinander sind die Pädosexuellen bundesweit gut vernetzt und bilden eine streng von der Außenwelt abgeschirmte Community. Zugang hat nur, wer durch die Mitglieder persönlich „geprüft“ ist, das heißt, wer nachweislich ebenfalls ein sexuelles Interesse an Kindern hat. 

Einblicke in die „Pädo-Szene“

Das Konsumieren von Kinderpornografie stellt bei vielen pädosexuell veranlagten Männern einen zentralen Lebensinhalt dar. Stundenlang sitzen sie vor ihrem Computer und schauen sich Bilder und Filme mit kinderpornografischen Inhalten an oder tauschen sich in Chatforen untereinander aus. Die Präferenzen sind unterschiedlich und hängen von der jeweiligen Neigung des Konsumenten ab. Sowohl Geschlecht und Alter der Kinder können variieren als auch die bevorzugten Inhalte der Bilder und Filme. Während manche Pädosexuelle eine „Handlung“ bevorzugen, genügt anderen die reine Darstellung etwa der Geschlechtsteile. Zum Teil wird auf Material zurückgegriffen, das schweren sexuellen Missbrauch, brutale Vergewaltigungen, Demütigungen und sadistische Handlungen an Kindern zeigt. Dem Autor und Diplom-Sozialpädagogen Manfred Karremann ist es im Jahr 2003 gelungen, sich für das ZDF und das Magazin „Stern“ in die Pädosexuellenszene in Deutschland einzuschleusen. Ein Jahr lang war er in der Szene unterwegs, hatte engen Kontakt zu Männern, die Kindern nachstellen und Kinderpornografie konsumieren oder sogar selbst produzieren. „Die meisten Pädosexuellen lehnen direkte Gewalt gegen Kinder ab. Es gibt aber auch jene, denen es nicht brutal und sadistisch genug zugehen kann“, erklärt er. Doch der Konsum von Kinderpornos ist für die meisten Pädosexuellen nur eine Art Ersatz- oder Zusatzbefriedigung. Das höchste Ziel ist für viele, selbst Kontakt zu einem Kind herzustellen und eine – wie sie es selbst nennen – „Liebesbeziehung“ oder „Mini-Ehe“ zu einem Mädchen oder Jungen aufzubauen. Für andere wiederum steht die bloße Triebbefriedigung im Vordergrund.

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