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< Der Drogen- und Suchtbericht 2016

Illegale Drogen: Woraus sie bestehen und wie sie wirken

Die verschiedenen Drogen werden aus unterschiedlichen Rohstoffen gewonnen und unterscheiden sich auch in ihrer Wirkungsweise voneinander. Wir stellen die am weitesten verbreiteten illegalen Suchtmittel vor und erläutern ihre Gefahren.

Cannabis, Kokain & Crystal Meth

Zu den illegalen Drogen zählen u. a. Cannabis, Amphetamine, Metamphetamine, LSD, Kokain und Heroin

© karam miri, fotolia

 

Die verschiedenen Drogen werden aus unterschiedlichen Rohstoffen gewonnen und unterscheiden sich auch in ihrer Wirkungsweise voneinander. Wir stellen die am weitesten verbreiteten illegalen Suchtmittel vor und erläutern ihre Gefahren.

Cannabis

ist der Oberbegriff für verschiedene Produkte, die aus der Hanfpflanze gewonnen werden. Die Wirkstoffe der Cannabispflanze sind Cannabinoide, insbesondere Tetrahydrocannabinol (THC), die etwa fünf bis zehn Minuten nach dem Konsum sowohl beruhigende und entspannende als auch ängstliche und panische Effekte bewirken können. Cannabis wird in aller Regel als Haschisch (Cannabisharz-Masse) oder Marihuana (getrocknetes Cannabiskraut) in Joints oder Wasserpfeifen geraucht. Teilweise wird Haschisch auch in Gebäck verarbeitet und verzehrt, während Marihuana auch wie Tee aufgekocht werden kann. Weniger verbreitet ist der Konsum von Haschischöl, einem Cannabiskonzentrat, das vor dem „Kiffen“ tropfenweise auf normale Zigaretten gegeben wird.

Marihuana wird in Joints oder Wasserpfeifen geraucht

© 6sous, fotolia

Wirkung: Dauerkonsumenten leiden oft an lang anhaltender Müdigkeit, Apathie und Lustlosigkeit. Nach der Einnahme von Cannabis kann es zu depressiven Verstimmungen, Angstgefühlen und Ruhelosigkeit kommen. Weitere Komplikationen treten bei manchen Konsumenten in Form von Übelkeit, Erbrechen oder Beschleunigung des Herzschlages auf. Untersuchungen zeigen, dass jeder Konsument individuell und seiner Stimmungslage entsprechend auf die Droge anspricht.

Amphetamine

sind synthetisch hergestellte Substanzen mit einer Wirkung auf das Zentralnervensystem. Als Drogen sind in diesem Zusammenhang vor allem Speed und Ecstasy bekannt. Bei der Herstellung werden chemische Substanzen nach bestimmten Syntheseverfahren zur Reaktion gebracht. Dabei lassen sich durch komplexe Verfahren die Molekularstrukturen der einzelnen Stoffe und damit auch deren Wirkung verändern. Durch die ständig neuen Kreationen der Produzenten hat der Konsument keinerlei Einschätzung zur Wirkung der Drogen. Amphetamine werden entweder in Pulverform durch die Nase geschnupft (z. B. Speed) oder als Tabletten (z. B. Ecstasy) oder Kapseln eingenommen. Wirkung: Amphetamine wirken vor allem aufputschend. Der Konsument fühlt sich hellwach und erlebt seine Umgebung in einer Geschwindigkeit, die nichts mit der Realität zu tun hat. Viele Anwender verspüren den Drang zu reden, verhalten sich konfus und aggressiv und leiden als Folge der Einnahme später unter Gedächtnisverlust, Depressionen und psychotischen Zuständen. Im Falle von Ecstasy berichten Konsumenten auch von Glücksgefühlen und dem Erreichen eines halluzinogenen Rausches. Regelmäßiger Ecstasygebrauch verringert sukzessive die Leistungsfähigkeit des Immunsystems, vermindert die vermeintlich positiven Effekte und kann zu Angstzuständen, körperlicher Auszehrung und Organ- und Gehirnschäden führen.

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