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Giftige Abfälle und verschmutzte Seen

Bei vielen Produktionsprozessen entstehen giftige Abfälle und Abwässer. Sie zu entsorgen ist teuer. Deshalb landen sie immer wieder auf illegalen Mülldeponien oder werden in Gewässer abgeleitet.

Hohe Dunkelziffer bei Umweltkriminalität in Deutschland

Illegaler Müllschutt, den die Polizei ausfindig gemacht hat

© LKA Brandenburg

 

Bei vielen Produktionsprozessen entstehen giftige Abfälle und Abwässer. Sie zu entsorgen ist teuer. Deshalb landen sie immer wieder auf illegalen Mülldeponien oder werden in Gewässer abgeleitet.

 

Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik gab es im Jahr 2014 13.553 Straftaten gegen die Umwelt. Das bedeutet nach einem leichten Rückgang im Vorjahr wieder einen Anstieg um fast zehn Prozent (2013: 12.333 Straftaten). Die Polizei vermutet außerdem, dass längst nicht alle Fälle entdeckt werden und geht von einer großen Dunkelziffer aus. Mehr als die Hälfte der Straftaten gegen die Umwelt sind der unerlaubte Umgang mit gefährlichen Abfällen. 2014 wurden in diesem Bereich 8.493 Fälle erfasst. Die zweithäufigste Sünde gegen die Umwelt ist die Verunreinigung eines Gewässers (2.735 Fälle). An dritter Stelle ist die Verunreinigung von Boden (948 Fälle) zu nennen. Weitere Straftaten sind das unerlaubte Betreiben von Anlagen (482), die unerlaubte Abfallein-, aus- und -durchfuhr (430), die Luftverunreinigung (137) und der unerlaubte Umgang mit radioaktiven Stoffen und anderen gefährlichen Gütern (117).
Die Aufklärungsquote der Straftaten gegen die Umwelt liegt bei 59,4 Prozent und ist leicht gesunken (2013: 62,4 Prozent). Die größte Chance, dass Verstöße aufgeklärt werden, besteht beim unerlaubten Betreiben von Anlagen (99 Prozent) und beim unerlaubten Umgang mit radioaktiven Stoffen (80 Prozent).
Eine zweite große Gruppe der Umweltkriminalität ist der Verstoß gegen das Naturschutz-, Tier-, Bundesjagd- oder Pflanzenschutzgesetz. Im Jahr 2014 erfasste die Polizei 7.238 Fälle dazu. Das sind 249 mehr als im Vorjahr. Hier gibt es eine Aufklärungsquote von 59 Prozent.

Die meisten Umweltsünden gibt es in Niedersachsen

Die meisten Straftaten gegen die Umwelt werden in Deutschland in den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verübt. 2.357 und 1.575 Fälle erfasste die Polizei im Jahr 2014. Die nächstfolgenden Länder sind Schleswig-Holstein (1.385) und Rheinland-Pfalz (1.377). Die wenigste Umweltkriminalität verzeichnen das Saarland mit 182 und Bremen mit 99 Fällen.
KL (28.08.2015)

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