Sie sind hier >  /  
< Städtebauliche Kriminalprävention

Finger weg vom Smartphone!

Simon möchte seiner Freundin einen Heiratsantrag machen. Deswegen kauft er einen Strauß Blumen, einen Ring und bucht eine Reise nach Paris. Später schickt er einem Freund auf dem Weg zum Auto über Whatsapp eine Nachricht, dass alles organisiert ist. Als er zu seiner Freundin fährt, holt er während der Fahrt sein Handy raus und schreibt ihr, dass er auf dem Weg zu ihr ist. Sein Blick ist nicht auf die Fahrbahn, sondern auf sein Handy gerichtet. Plötzlich tauchen frontal vor ihm zwei Schweinwerfer auf, er reißt das Steuer herum und es gibt einen lauten Knall. Zwischen der Feuerwehr und dem Rettungswagen ist nur noch ein kaputtes Autowrack zu sehen. Eine Todesanzeige wird eingeblendet und statt eines Todeszeitpunktes steht dort, wann Simon zuletzt online gewesen ist. Das ist das tragische Ende von einem der beiden Kurzfilme, die ab dem 5. Mai 2017 für drei Wochen auf einem überdimensionalen Smartphone im Wartebereich des Straßenverkehrsamtes in Münster gezeigt werden. „Münsters größtes Handy“ ist eine Initiative von der Polizei Münster in Kooperation mit dem Deutschen Verkehrsrat (DVR), der das Handy und die Filme im Rahmen der Kampagne „Runter vom Gas“ entwickelt hat.

„Münsters größtes Handy“ warnt vor Ablenkung im Straßenverkehr

Das Präventionshandy ist über zwei Meter groß und zeigt einen fiktiven Chatverlauf

© Martina Habeck, Polizeipräsidium Münster

 

Simon möchte seiner Freundin einen Heiratsantrag machen. Deswegen kauft er einen Strauß Blumen, einen Ring und bucht eine Reise nach Paris. Später schickt er einem Freund auf dem Weg zum Auto über Whatsapp eine Nachricht, dass alles organisiert ist. Als er zu seiner Freundin fährt, holt er während der Fahrt sein Handy raus und schreibt ihr, dass er auf dem Weg zu ihr ist. Sein Blick ist nicht auf die Fahrbahn, sondern auf sein Handy gerichtet. Plötzlich tauchen frontal vor ihm zwei Schweinwerfer auf, er reißt das Steuer herum und es gibt einen lauten Knall. Zwischen der Feuerwehr und dem Rettungswagen ist nur noch ein kaputtes Autowrack zu sehen. Eine Todesanzeige wird eingeblendet und statt eines Todeszeitpunktes steht dort, wann Simon zuletzt online gewesen ist. Das ist das tragische Ende von einem der beiden Kurzfilme, die ab dem 5. Mai 2017 für drei Wochen auf einem überdimensionalen Smartphone im Wartebereich des Straßenverkehrsamtes in Münster gezeigt werden. „Münsters größtes Handy“ ist eine Initiative von der Polizei Münster in Kooperation mit dem Deutschen Verkehrsrat (DVR), der das Handy und die Filme im Rahmen der Kampagne „Runter vom Gas“ entwickelt hat.

Ist eine Textnachricht das eigene Leben wert?

Mit den beiden Präventionsfilmen, die auf dem zwei Meter großen Handy abwechselnd zu sehen sein werden, sollen die Verkehrsteilnehmer in Münster ihr Handy-Nutzungsverhalten im Straßenverkehr hinterfragen und für die tragischen Folgen, die eine kurze Nachricht während der Fahrt haben kann, sensibilisiert werden. Der zweite Film zeigt den fiktiven Chatverlauf eines Paares: Saskia macht sich nach einem langen Arbeitstag mit dem Auto auf den Heimweg. Während der Fahrt fragt ihr Mann, ob sie noch Wein mitbringen könnte. Die Antwort „Ja klar, kein Problem“, die Saskia während der Fahrt in ihr Handy tippen wollte, hört jedoch nach der Hälfte auf und wird nie abgeschickt. Saskia hat einen schweren Unfall, weil sie während der Fahrt durch ihr Handy vom Verkehrsgeschehen abgelenkt wurde. Der Kurzfilm endet mit Saskias Todesanzeige und dem Zeitpunkt, wann sie zuletzt online war. „Die Botschaft der beiden Kurzfilme ist sehr intensiv und in die fiktiven Handlungsverläufe sind viele Emotionen gepackt. Sie führen dem Zuschauer drastisch vor Augen, dass solche Unfälle nicht immer nur den anderen passieren. Jeder, der nur nochmal kurz eine Nachricht schreiben will, findet sich in den Filmen irgendwo wieder“, erklärt Martina Habeck, Polizeioberkommissarin der Polizei Münster, die das Projekt begleitet und mit organisiert.

Seite: 1 2 weiter >>

Weitere Infos für Eltern

Wenn Rechtsextreme Sportvereine unterwandern

Sport und Politik sind nicht voneinander zu trennen, auch nicht in...[mehr erfahren]

Das Phänomen „taharrush gamea“ in Deutschland

„Taharrush gamea“ ist anglifiziertes arabisch und bedeutet in etwa...[mehr erfahren]

Alle müssen an einem Strang ziehen

Gewalt im Fußball ist und bleibt ein Thema in der Gesellschaft. Denn...[mehr erfahren]

Teures Flirten

Sie schien gefunden, die große Liebe: im Internet, bei einer...[mehr erfahren]

Wie gefährlich ist Trampen?

Daumen raushalten und los geht’s, ohne einen Cent zu bezahlen: Vor...[mehr erfahren]

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Beliebte Artikel

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.