< Welche Rechte haben Opfer einer Straftat?

EU-Verkehrsvorschriften auf einen Klick

Wie schnell darf man auf Frankreichs Autobahnen fahren? Müssen in Schweden alle Radfahrer einen Helm tragen? Welche Sicherheitsausrüstung muss das Auto haben, wenn man in der Slowakei unterwegs ist? In der App „Im EU-Ausland“ können Reisende die wichtigsten Verkehrsvorschriften in allen EU-Ländern schnell und einfach nachlesen.

Neue App der EU-Kommission klärt über Regeln auf

Die App „Im EU-Ausland“ informiert unter anderem über Tempolimits

© Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V., Bonn

 

Wie schnell darf man auf Frankreichs Autobahnen fahren? Müssen in Schweden alle Radfahrer einen Helm tragen? Welche Sicherheitsausrüstung muss das Auto haben, wenn man in der Slowakei unterwegs ist? In der App „Im EU-Ausland“ können Reisende die wichtigsten Verkehrsvorschriften in allen EU-Ländern schnell und einfach nachlesen.

In den verschiedenen Ländern der EU gelten sehr unterschiedliche Verkehrsregeln. Immer wieder tauchen bei der Reiseplanung daher die unterschiedlichsten Fragen auf. All diese Fragen, die sich reiselustige Personen in Europa bislang in mühsamer Recherche selbst erarbeiten mussten, können nun unkompliziert vor der Abreise oder vor Ort von einer App beantwortet werden.

In ihrer App „Im EU-Ausland“ („Going Abroad“) hat die EU-Kommission die wichtigsten Verkehrsregeln in allen 28 Mitgliedstaaten kompakt zusammengefasst. So erfährt der Nutzer beispielsweise, wo welche Geschwindigkeits- oder Promille-Beschränkungen gelten, ob und wie Smartphones am Steuer genutzt werden können oder welche Sicherheitsausrüstung nach den Regeln des jeweiligen Landes im Auto vorhanden sein muss. Darüber hinaus gibt die App Auskunft über Themen wie Helmpflicht für Rad- und Motorrad-Fahrer. Zusätzlich gibt es noch ein Memory und ein Verkehrsquiz, bei dem die jüngeren Mitfahrer Fragen beantworten können wie: Was sollten Sie auf der Durchreise durch Toulouse bestellen? Was muss man in Polen tun, wenn die Ampel auf gelb springt? Darf man in Rumänien mit dem Auto über Fahrradwege fahren? Was bedeutet in Litauen ein grüner Pfeil neben einer roten Ampel? Kleiner Nachteil: Die App behandelt nur EU-Staaten – die Schweiz und Norwegen sind also nicht dabei.

Alle Kategorien und EU-Reiseländer findet man über die übersichtlichen Menüleisten

© EU-Kommission

Interessant: Vergleich von verschiedenen EU-Ländern

Alle wichtigen Informationen über künftige Reiseziele können sich die Nutzer entweder links über eine Menüleiste für die Länder oder rechts über das Thema aufrufen. Wer demnächst zum Beispiel nach Finnland fahren möchte, erfährt, dass auf der Autobahn das Tempolimit stets durch Verkehrszeichen angegeben ist, man sein Mobiltelefon während der Fahrt nicht ohne Freisprecheinrichtung benutzen darf und das Tagfahrlicht bei Tag eingeschaltet sein muss.

Interessant ist auch ein Vergleich mit anderen Ländern. So darf man in Spanien mit seinem PKW zum Beispiel auf der Autobahn 120 km/h fahren, in Dänemark 130 km/h und in Estland nur 90 km/h. Schweden ist währenddessen ein Land, in dem im Gegensatz zu Finnland das Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung erlaubt ist. Regeln dieser Art sind natürlich im eigenen Interesse mit Vorsicht zu genießen, um die eigene Sicherheit im Straßenverkehr nicht zu gefährden. Ebenso ist davon abzuraten, die App während der Fahrt zu nutzen. „Vielmehr sollte der Fahrer dies entweder den Mitreisenden überlassen oder Fahrpausen einlegen, um stets ausgeruht und gut informiert zu sein“, so die EU-Kommission.

App soll Risiko mindern

Der ehemalige EU-Verkehrs-Kommissar Siim Kallas erklärte dazu: „ Mit dem Auto ins Ausland zu reisen ist so einfach, dass viele Menschen dabei vergessen, dass in der EU unterschiedliche Verkehrsregeln und Verkehrszeichen gelten.

Die App „Im EU-Ausland“

  • ist für iPhone und iPad, Google Android und Windows Phone erhältlich
  • gibt es auf Deutsch und weiteren 21 EU-Sprachen
  • funktioniert offline und verursacht keine Roamingkosten
  • findet man in den gängigen App-Stores und auf den Seiten der Europäischen Kommission 

Die App „Im EU-Ausland“ bietet hilfreiche und benutzerfreundliche Informationen und trägt damit zur Risikominderung bei.“ In den Sommerferien herrscht auf den europäischen Straßen der meiste Verkehr. Im Durchschnitt kommen im Juli und August etwa 50 Prozent mehr Menschen auf den Straßen ums Leben als vergleichsweise im Februar. Die Straßen der EU sind in den vergangenen Jahren erheblich sicherer geworden. So sank die Zahl der Straßenverkehrstoten in der EU in der Zeit zwischen 2001 und 2010 um insgesamt 43 Prozent, und zwischen 2010 und 2013 verringerte sie sich um weitere 17 Prozent. Strategisches Ziel der EU-Kommission ist es, die Zahl der Verkehrstoten zwischen 2010 und 2020 zu halbieren und außerdem verstärkt daran zu arbeiten, die Zahl schwerer Verletzungen im Straßenverkehr zu verringern.

SB (26.09.2014)

Weitere Infos für Gewerbetreibende

Illegaler Handel mit Kunst- und Kulturgut

Illegaler Handel mit Kunst- und Kulturgut

Die weltweite Kunst- und Kulturgutkriminalität ist ein großes...[mehr erfahren]

Wie können sich Krankenhäuser schützen?

Im März 2018 erhob die Staatsanwaltschaft Trier Anklage gegen zwei...[mehr erfahren]

Männerberufe und Mädchen

Der Girls’ Day im Polizeipräsidium Köln

In vielen Ausbildungsberufen und Studiengängen in den Bereichen IT,...[mehr erfahren]

Grenzüberschreitende Polizeiarbeit in Den Haag

Die Täternetzwerke im Bereich der Organisierten Kriminalität...[mehr erfahren]

Mit securPharm gegen Produktpiraterie

Gefälschte Arzneimittel sind weltweit ein wachsendes Problem. Im Jahr...[mehr erfahren]