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Klare Regeln für Drohnen

Drohnen sind leicht zu steuern und haben oft eine kleine Kamera an Bord, mit der sich faszinierende Luftbilder machen lassen. Seit dem 1. Oktober 2017 gelten allerdings strengere Nutzungsregeln. Die neue Drohnen-Verordnung fordert bei bestimmten Geräten das Anbringen einer Plakette und einen Kenntnisnachweis.

Hier herrscht absolutes Flugverbot

Ferngesteuerte Flugkörper sollten generell immer in Sichtweite geflogen werden. Bemannten Luftfahrzeugen müssen sie in jedem Fall ausweichen, um Behinderungen im Luftverkehr oder Beinahe-Kollisionen wie am Pariser Flughafen zu vermeiden. Es gibt zudem bestimmte Bereiche, in denen ein absolutes Flugverbot für alle Drohnen und andere Flugmodelle gilt. In folgenden Gebieten ist das Fliegen solcher Geräte untersagt:

  • Verfassungsorgane, Bundes- oder Landesbehörden
  • An- und Abflugbereiche von Flugplätzen
  • Industrieanlagen
  • Hauptverkehrswege
  • Naturschutzgebiete
  • Menschenansammlungen
  • Einsatzorte der Polizei und Rettungskräfte

Ebenfalls verboten ist der Betrieb einer Drohne oder eines Modellflugzeugs mit mehr als 250 Gramm Gewicht über Wohngrundstücken. Unabhängig vom Gewicht gilt auch ein Verbot, wenn das Flugobjekt optische, akustische oder Funksignale empfangen, übertragen oder aufzeichnen kann. Vor dem Filmen und Fotografieren mit einer Drohne sollten unbedingt die Persönlichkeitsrechte anderer Menschen in der Nähe beachtet werden. Eine private Drohne darf im Flug schließlich nicht jede beliebige Person ohne Erlaubnis ablichten. Wer fotografiert oder gefilmt wird, kann dem Besitzer die Veröffentlichung – etwa über das Internet – oder die Weitergabe des Materials untersagen. Wer sicher gehen will, bittet die betroffenen Personen vor dem Drohneneinsatz am besten um eine Film- oder Fotoerlaubnis.

Drohne oder „Flugmodell“?

Das Luftrecht unterscheidet zwischen unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen. Bei Drohnen handelt es sich um unbemannte Luftfahrtsysteme, sofern diese „nicht ausschließlich zur Sport- und Freizeitgestaltung betrieben werden, sondern zu einem gewerblichen Zwecke genutzt werden“. Bei der reinen Freizeitnutzung gelten sie als Flugmodelle. Alle Infos zur neuen Drohnen-Verordnung fasst das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in einem Flyer zusammen.

Für Unfallschäden unbedingt absichern

Für den Fall, dass doch einmal etwas passiert, ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung absolute Pflicht. Private Drohnenbesitzer sollten wissen, dass bei Schäden, die durch Drohnen und andere Flugmodelle verursacht werden, fast immer der Halter haften muss. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen empfiehlt, noch vor dem ersten Betrieb mit der Versicherung zu klären, inwieweit die bisherige Haftpflichtpolice für Schäden aufkommt und sich dies auch schriftlich bestätigen zu lassen. Denn wenn der Standardschutz nicht ausreicht, muss eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen werden. Entweder kann ein solcher Schutz in die private Haftpflichtversicherung nachträglich integriert werden oder als Zusatzpolice abgeschlossen werden. Für Hobby-Flieger bieten Modellflugverbände aber auch einen passenden Versicherungsschutz auf Nachfrage oder über eine Mitgliedschaft an.

AL (24.11.2017)

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