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Mehr Präsenz, weniger Straftaten

Ende November eröffnet der Nürnberger Christkindlesmarkt. Mit mehr als zwei Millionen Besucherinnen und Besuchern ist er der größte Weihnachtsmarkt in Deutschland. Zwischen den Glühweinständen und Verkaufsbuden sind auch die Einsatzkräfte der Polizei unterwegs. Sie stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung und helfen Menschen, die Opfer von Kriminalität geworden sind. Schutzeinrichtungen und Präventionsmaßnahmen sorgen zudem für Sicherheit.

Polizeidirektor Andreas Belger

Stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte, © Polizei

Diebstähle und Raufereien sind rückläufig

Überall da, wo sich viele Menschen aufhalten, sind Taschendiebe meist nicht weit. Auch beim Nürnberger Christkindlesmarkt treiben Täter immer wieder ihr Unwesen. Allerdings ist die Zahl der Taschendiebstähle gesunken, freut sich Andreas Belger. „Das gilt sowohl für den Markt als auch für andere Bereiche in der Innenstadt.“ Seiner Einschätzung nach liegt das zum einen daran, dass die Anzahl der Zivilkräfte der Polizei aufgestockt wurde. Sie können das Geschehen unauffällig beobachten und Diebe auf frischer Tat ertappen. Zum anderen sind mehr uniformierte Kräfte an neuralgischen Punkten im Einsatz. „Wir sind also gleichzeitig sichtbarer. Das schreckt Täter ab“, erklärt der Experte. Wird doch mal etwas gestohlen, resultiert das meist aus der Leichtsinnigkeit der Opfer. „Da wird die Handtasche offen getragen oder die Jacke mitsamt Geldbeutel wird einfach an einer Garderobe aufgehängt“, mahnt Belger. Um die Besucherinnen und Besucher zu schützen, verteilt die Polizei Flyer mit Präventionstipps. „Zudem sprechen wir Personen an, wenn wir sehen, dass etwa eine Tasche unsicher abgestellt ist.“ Alkoholbedingte Auseinandersetzungen kommen ebenfalls seltener vor. „Zu solchen Einsätzen wurden wir immer relativ oft kurz vor Marktschluss gerufen. Aber Vorfälle dieser Art gab es in den letzten zwei Jahren immer seltener.“

Polizei als erste Anlaufstelle

Wer den Nürnberger Christkindlesmarkt besucht, kann sich mit jeglichen Anliegen an die Einsatzkräfte der Polizei wenden, betont Andreas Belger. „Wir versuchen, jedem so gut wie möglich weiterzuhelfen – auch, wenn es nur die Frage nach dem Weg ist.“ Opfer von Straftaten sollten unverzüglich Kontakt zur Polizei aufnehmen. „Es ist wichtig, dass man die erste Polizistin oder den ersten Polizisten anspricht, den man sieht, oder alternativ die Nummer 110 wählt.“ Im Rathaus, das direkt am Marktplatz liegt, befindet sich zudem eine externe Wache, die auch während des Christkindlesmarktes geöffnet ist. „Wenn man erst nach Hause geht und sich dann bei uns meldet, haben wir kaum eine Chance, die Täter ausfindig zu machen.“ MW (25.10.2019)

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