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Wie kriminell sind Kinder und Jugendliche?

Die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts (BKA) gibt Aufschluss über die polizeilich bekannten Straftaten sowie Straftatversuche eines Jahres. Dabei stellt sie auch Angaben über die Tatverdächtigen bereit. So lassen sich unter anderem Aussagen zu den versuchten oder begangenen Straftaten von Kindern und Jugendlichen treffen.

Ergebnisse der Polizeilichen Kriminalstatistik 2018


Körperverletzung zählt zu den am häufigsten verübten Delikten unter Jugendlichen

© Ljupco Smokovski/stock.adobe.com

 

Die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts (BKA) gibt Aufschluss über die polizeilich bekannten Straftaten sowie Straftatversuche eines Jahres. Dabei stellt sie auch Angaben über die Tatverdächtigen bereit. So lassen sich unter anderem Aussagen zu den versuchten oder begangenen Straftaten von Kindern und Jugendlichen treffen.

Mehr als jeder zehnte Tatverdächtige ist minderjährig

Wie die Statistik zeigt, wurden 2018 in Deutschland 2.051.266 Tatverdächtige von der Polizei registriert. Das sind etwa drei Prozent weniger als noch im Vorjahr. Der Rückgang ist vor allem mit der stark gesunkenen Anzahl der ausländerrechtlichen Verstöße zu begründen, wozu beispielsweise die unerlaubte Einreise und der unerlaubter Aufenthalt in Deutschland zählen. Insgesamt waren 248.034 aller Tatverdächtigen jünger als 18 Jahre. Der Anteil der Kinder (0 bis unter 14 Jahre) an allen Tatverdächtigen lag bei 3,4 Prozent. Weitere 8,6 Prozent waren Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre). Minderjährige begingen im Jahr 2017 insgesamt seltener eine Straftat als noch im Vorjahr (265.191 Fälle).

Kinder greifen meist unerlaubt ins Regal

Ein häufiges Delikt, das von Kindern begangen wird, ist der Ladendiebstahl. Im Jahr 2018 wurden von den rund 70.000 tatverdächtigen unter 14-Jährigen 23.605 wegen eines Ladendiebstahls von der Polizei registriert. Wie schon in den Vorjahren sind sie also sehr häufig dabei erwischt worden, wie sie im Supermarkt oder in anderen Geschäften geklaut haben. Weitere 10.089 Kinder wurden zudem durch eine vorsätzliche einfache Körperverletzung aktenkundig. Mit 9.621 Tatverdächtigen begingen nur etwas weniger der unter 14-Jährigen eine Sachbeschädigung. Hinzu kamen Fälle von Beleidigung (3.721) oder Rauschgiftdelikte (1.662). Von den tatverdächtigen Kindern waren 49.259 deutscher Herkunft. Die Anzahl der unter 14-Jährigen, die keine deutsche Herkunft haben, belief sich auf 21.344. Insgesamt ist die Anzahl der tatverdächtigen Kinder 2018 um 5,7 Prozent zurückgegangen. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Zahl der ausländerrechtlichen Verstöße rückläufig war. Lässt man diese Taten außen vor, minimiert sich die Anzahl der nichtdeutschen tatverdächtigen Kinder auf etwa 14.000. Es ist grundsätzlich anzunehmen, dass viele der Kinder unfreiwillig zu Tatverdächtigen werden, da sie gemeinsam mit ihren Eltern unerlaubt nach Deutschland einreisen bzw. sich mit ihnen unerlaubt in Deutschland aufhalten.

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