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Senioren in der Verkehrsunfallstatistik

Ältere Menschen sind als Autofahrer, aber auch häufig als Fußgänger auf den Straßen unterwegs. Weil die Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit im Alter nachlässt, haben Senioren ein hohes Risiko, im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen, schwere Verletzungen zu erleiden oder gar getötet zu werden.

Rund 50.000 Senioren verunglücken jedes Jahr


Viele Senioren sind auch im Alter noch mobil

© h368k742/stock.adobe.com

 

Ältere Menschen sind als Autofahrer, aber auch häufig als Fußgänger auf den Straßen unterwegs. Weil die Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit im Alter nachlässt, haben Senioren ein hohes Risiko, im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen, schwere Verletzungen zu erleiden oder gar getötet zu werden.

Weniger Todesfälle

Das Statistische Bundesamt hat für das Jahr 2015 errechnet, dass die Zahl der getöteten Menschen über 65 Jahre im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen ist: Im Jahr 2015 starben 1.024 Personen dieser Altersgruppe auf Straßen in Deutschland (2014: 987).
Der Straßenverkehr im Jahr 2015 hat durchschnittlich neun Menschen pro Tag das Leben gekostet. Dabei ist die Altersgruppe der Menschen ab 65 Jahre am stärksten betroffen: 29,6 Prozent aller Verkehrstoten im Jahr 2015 waren älter als 64 Jahre. Setzt man die Altersgruppen allerdings in Relation zur Einwohnerzahl, sind besonders die jungen Verkehrsteilnehmer betroffen: Bezogen auf eine Million Einwohner ihrer Altersgruppe sind die jungen Erwachsenen mit 85 Getöteten am meisten gefährdet, gefolgt von den Senioren mit 60 und den Jugendlichen mit 30 Todesopfern..

Die Zahl der verletzten Senioren steigt

Im Jahr 2017 wurden 48.592 Menschen über 64 Jahre bei Verkehrsunfällen verletzt. Ein Jahr zuvor waren es noch 49.198. In der Gruppe der über 64-Jährigen verunglücken insgesamt zwar deutlich weniger Menschen als in den anderen Altersgruppen der Erwachsenen. Da jedoch viele ältere Menschen seltener unterwegs sind als Berufstätige, vor allem auch außerorts, ist diese positive Aussage relativ zu sehen.

Die Fahrqualität lässt nach

Zwar verunglücken jedes Jahr viele ältere Menschen im Straßenverkehr, sie sind jedoch im Vergleich zu den anderen Altersgruppen relativ selten beteiligt. Bei den meisten Unfälle mit Personenschaden sind junge Pkw-Fahrerinnen und Fahrer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren involviert.
Die Erhebung des Statistischen Bundesamtes zeigt jedoch auch: Die Fahrqualität lässt im Alter nach. Sofern über 64-Jährige Pkw-Fahrer 2017 in einen Unfall verwickelt waren, trugen sie meist die Hauptschuld (67 Prozent). Bei den über 74-Jährigen waren schon fast drei Viertel der Pkw-Fahrer hauptverantwortlich.

Verteilung zwischen Männern und Frauen

Die Verkehrsunfallstatistik ist sehr genau: So verzeichnet sie für das Jahr 2017 beispielsweise, dass bundesweit 52 Motorradfahrerinnen über 65 in einen Unfall mit verletzten oder getöteten Personen verwickelt waren, jedoch 1.810 Motorradfahrer im selben Alter. Ähnliches gilt für landwirtschaftliche Zugmaschinen: Als Traktorfahrerinnen verunglückten 2017 bundesweit nur elf Seniorinnen über 64, im Vergleich zu 209 verunglückten männlichen Traktorfahrern im Rentenalter. Die Zahl der Fußgänger, die in Unfälle mit verletzten oder getöteten Personen verwickelt waren, ist im Vergleich dazu natürlich höher und zeigt zudem eine umgekehrte Verteilung: Hier zählt die Statistik 2.610 Männer und 4.380 Frauen über 64 Jahren.

 

KF/SBa (30.11.2018)

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