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< Lebenskompetenz bietet den größten Schutz vor Sucht

Polizeiliche Suchtprävention in Schulen

Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auch die Schulen und die Polizei leisten ihren Beitrag, um Schüler und Schülerinnen über Drogenkonsum und seine Folgen aufzuklären. Die Polizei Bielefeld etwa bietet im Anschluss an ein Präventions-Theaterstück zwei Unterrichtsstunden an, in denen über legale und illegale Drogen aufgeklärt wird.

 

Kinder vor Sucht zu schützen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

© Markus Bormann, fotolia

Trainer im Verein sind wichtige Vorbilder

Ob die Arbeit von Jürgen Lambrecht bei den Jugendlichen einen bleibenden Eindruck hinterlässt, ist schwer einzuschätzen. Aber der Kriminalhauptkommissar ist beim Thema Drogenprävention noch in anderen Bereichen aktiv. Zusammen mit der Bielefelder Fachstelle für Suchtvorbeugung kümmert er sich seit einiger Zeit um die angehenden Fußball- und Handballtrainer während ihrer Fortbildungen. „Dabei geht es darum, den Übungsleitern klar zu machen, welchen Stellenwert sie im Leben eines jungen Menschen einnehmen können. Sie werden oft regelrecht bewundert. Was der Trainer sagt, ist für viele Jungs Gesetz. Besonders, wenn sie so 14 oder 15 Jahre alt sind. In dem Alter kommt man als Eltern nicht mehr so gut an die Kinder ran. Sporttrainer haben daher eine absolute Schlüsselfunktion“, erklärt Lambrecht. Besonders Kinder aus sozial schwachen Familien seien oft darauf angewiesen, dass sie einen Erwachsenen in ihrem Leben haben, dem sie Vertrauen können und der ihnen als positives Vorbild dienen kann, wenn die Eltern dies nicht können. Trainer könnten hier die Vorbildfunktion übernehmen und ein Stück weit dazu beitragen, dass die Jugendlichen nicht auf die schiefe Bahn geraten – auch im Bereich Alkohol- und Drogenkonsum

 

Jürgen Lambrecht ist sich bewusst, dass er mit seiner Arbeit nicht alle Jugendlichen erreichen kann. „Ich mache diesen Job seit zwölf Jahren. Meine Ansprüche haben sich über die Jahre hinweg geändert – ich weiß, dass ich nicht alle retten kann. Aber ich tue mein Bestes. Ich versuche, die Jugendlichen zu erreichen und ihnen klar zu machen, welche Gefahren drohen und welche Risiken sie eingehen. Wenn ich nach meiner ganzen Präventionsarbeit mit nur einem ehemaligen Schüler in Kontakt käme und dieser würde mir sagen: ‚Ja, das hat mir damals etwas gebracht. Aufgrund ihres Besuchs habe ich keine illegalen Drogen genommen’, dann hätte sich die Arbeit für mich schon gelohnt,“ betont Lambrecht.

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