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Erste-Hilfe-App bei Cybermobbing

Beleidigungen auf Facebook oder peinliche Fotos, die über WhatsApp verbreitet werden – Cybermobbing ist unter Jugendlichen keine Seltenheit. Teilnehmer des „Youth Panels“ der EU-Initiative Klicksafe haben daher eine Smartphone-App entwickelt, die Jugendlichen bei Mobbing über Internet und Handy Unterstützung anbietet. Stefanie Rack von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) in Ludwigshafen ist Referentin für das Projekt Klicksafe und Leiterin des „Youth Panels“, das sich aus Internet AGs verschiedener Schulen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zusammensetzt. Sie erklärt, wie die App in akuten Mobbing-Situationen helfen kann.

Die App kann kostenfrei von den gängigen App-Stores für iOS und Android heruntergeladen werden.

Direkter Kontakt bei akuten Mobbingfällen

Wer dringend sofortige Hilfe benötigt kann über die App auch direkten Kontakt zu den Beratern der „Nummer gegen Kummer“ aufnehmen. Über den Beratungsbutton wird man direkt dorthin weitergeleitet. Außerdem kann man über die Beratungsplattform „Juuuport“ Chat-Kontakt zu anderen Jugendlichen aufnehmen, die einem beratend zur Seite stehen. „Uns war wichtig, dass man in einer verzweifelten Situation über die App auch umgehend persönliche Unterstützung bekommen kann – entweder telefonisch oder per Chat“, erklärt die Expertin.

Wenn man nicht mehr weiter weiß, kann man direkt Kontakt zur „Nummer gegen Kummer“ aufnehmen

© Klicksafe

Die App kommt gut an

Seit Ende 2015 ist die „Cybermobbing Erste-Hilfe-App“ kostenlos für Android-Geräte erhältlich, vor einigen Monaten folgte dann die iOS-Version. Bislang gab es insgesamt rund 3.000 Downloads. Seit Kurzem ist die App sogar auf Englisch verfügbar. „Wir bekommen sehr positives Feedback. Schüler melden uns zurück, dass die App gut gemacht und auch optisch ansprechend sei. Außerdem sagen viele, dass sie tatsächlich noch etwas erfahren haben, das sie noch nicht wussten – etwa, wie man jemanden auf Facebook blockiert“, erklärt Rack. Auch in der Presse wurde bereits über die App berichtet – zum Beispiel im ARD Morgenmagazin, bei RTL Exklusiv oder im Deutschlandradio. „Einen weiteren Preis haben die jungen Entwickler außerdem bei der „Insafe Resource Competition“ gewonnen, bei der das spannendste Projekt im Europäischen Medienkompetenz-Netzwerk ausgezeichnet wird. Auch hier ist unsere App als bestes Material ausgezeichnet worden“, freut sich Rack.

SW (29.07.2016)

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