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Marken- und Produktpiraterie – ein profitables Geschäft

Die Zahlen der Fälle von Markenpiraterie steigen kontinuierlich, und das mit zweistelligen Zuwachsraten. Im Jahr 2015 führten die Zollbeamten 23.338 Grenzbeschlagnahmen gefälschter Waren durch. Die Anzahl der Zugriffe hat sich damit seit 2009 weit mehr als verdoppelt. Besonders besorgniserregend ist der hohe Zuwachs an gefälschten Schuhwaren namhafter Sportartikelhersteller. 2015 beschlagnahmte der Zoll gefälschte Sportschuhe im Wert von 6,8 Millionen Euro.

Negativ-Preis „Plagiarius“ für dreiste Fälschungen

Eine andere Initiative ist die Aktion Plagiarius, die einmal jährlich besonders dreiste Fälschungen durch die symbolträchtige Verleihung des Plagiarius-Preises öffentlich macht. Er wird auf der Messe „Ambiente“ in Frankfurt verliehen. Christine Lacroix, die Geschäftsführerin des dahinterstehenden Vereins, betont: „Von Fälschungen sind nicht nur die Hersteller von Luxusartikeln betroffen, sondern ganz massiv auch der deutsche Mittelstand.“ Durch den Kauf von Markenimitaten setzen sich die Verbraucher auch Risiken aus, die sie beim Kauf der Fälschungen nicht immer mit bedenken: Unfallgefahren, Gesundheitsgefahren und finanziellen Gefahren. Christine Lacroix: „Im Fall einer in China nachgeahmten Kniebandage, die wir mit einem Preis „ausgezeichnet“ haben, bleibt beim Imitat der erhoffte medizinische Effekt aus.“ Ein anderes Beispiel ist eine Badarmatur. „Wenn in einem gefälschten Wasserhahn billige Bleirohre eingesetzt werden, führt auch das zu einer gesundheitsschädigenden Belastung für die Verbraucher“. Im Museum Plagiarius in Solingen sind auch viele Alltagsgegenstände zu sehen, die von ihrem Design oder ihrer Funktionalität her so überzeugen, dass sich Plagiatoren von der Nachahmung Profit versprachen: Korkenzieher, Blumengießkannen, Türgriffe oder auch Kinderspielzeug. Die Hersteller der Marken haben durch die Plagiatoren aber nicht nur einen finanziellen Schaden: „Wenn viel plagiiert wird, verwässert das auch das Markenimage“, berichtet Christine Lacroix. Sie nennt als Beispiel den Besitzer einer wertvollen Rolex-Uhr, der das Schmuckstück entnervt wieder verkauft habe. Der Grund: Jeder fragte ihn, ob er ein Imitat tragen würde.

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