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Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Vorfahrt, Abbiegen, Handzeichen: Seit vielen Jahren werden in der Region Teltow-Fläming in Brandenburg Fahrradprüfungen für die vierten Klassen der Grund- und Förderschulen angeboten. Das Ziel ist, dass die Kinder selbstständig und sicher am Straßenverkehr teilnehmen und auf die vielen Gefahren auf der Straße richtig reagieren können. Dadurch sollen Fahrradunfälle verhindert werden.

Durch die neongelben Warnwesten sind die Kinder für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar

© Polizeiinspektion Teltow-Fläming

Erst kontrollieren, dann losfahren

Da die Kinder ihre eigenen Fahrräder mitbringen, führt Ute Streckert vor Beginn der Prüfung einen gründlichen Fahrrad-Check durch. Ist an dem Rad laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) nichts auszusetzen, gibt es grünes Licht für die Prüfung und eine Plakette vom TÜV. Bei kleinen Mängeln wird ein Mängelzettel ausgehändigt. Sind diese später behoben, wird die Plakette nachgereicht. Stellt die Polizeihauptmeisterin jedoch fest, dass das Fahrrad fahruntüchtig ist, beispielsweise weil die Bremsen nicht funktionieren, wird das Rad von der Prüfung ausgeschlossen und das Kind muss sich ein Fahrrad von einer Mitschülerin oder einem Mitschüler leihen.

Bei der Prüfung wird Streckert von Lehrern und Eltern unterstützt, die sich an verschiedenen Stellen positionieren und bestimmte Verhaltensweisen wie den Schulterblick kontrollieren. Sie selbst prüft meist das Linksabbiegen. Die Kinder tragen auffällige Westen, mit denen sie für andere Verkehrsteilnehmer sichtbar sind. Die Westen sind zudem mit Nummern versehen, damit sie von den Prüfern zugeordnet werden können. „Ich kenne die Namen der Kinder oft nicht. So kann man die Nummern in den Bewertungsbogen eintragen, den wir benutzen“, erklärt die Polizeibeamtin.

Einbezug der Erziehungsberechtigten

Damit die Fahrradprüfung ein Erfolg wird, ist die Unterstützung der Eltern gefragt. Denn die müssen vorher mit den Kindern das Fahren auf der Straße üben. Nur so sitzen die Schülerinnen und Schüler bei der Prüfung und danach sicher im Sattel. Um die Eltern stärker einzubinden, bietet die Polizeihauptmeisterin daher Elternversammlungen an den Schulen an. „Dann wissen die Eltern, was auf die Kinder zukommt und was sie vorher trainieren müssen. Alleine schafft die Schule das nicht.“ In welcher Form die Fahrradprüfung in den kommenden Schuljahren in den Grund- und Förderschulunterricht eingebunden wird, steht nach einer Änderung des Rahmenlehrplans des Landes Brandenburg noch nicht fest. Ute Streckert hofft, dass auch weiterhin alle Viertklässler die Prüfung absolvieren können. Denn der Fahrradpass gibt den Eltern ein sichereres Gefühl, wenn die Kinder plötzlich eigenständig mit dem Rad unterwegs sind. Die Kinder gewinnen durch die präventive Maßnahme wiederum das nötige Selbstvertrauen, um am Straßenverkehr teilzunehmen. „Es ist eine spannende und interessante Aufgabe. Es ist schön zu sehen, wie sehr sich die Kinder freuen und sich bedanken, wenn sie die Prüfung bestehen“, merkt Streckert abschließend an.

Kontakt

Polizeiinspektion Teltow-Fläming

Polizeihauptmeisterin Ute Streckert

Markt 25-27

14943 Luckenwalde

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