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Gemeinsam stark gegen Einbrecher

Alle vier Minuten geschieht in Deutschland ein Einbruch. Vor allem ungesicherte Fenster und Türen können Einbrecher in wenigen Sekunden überwinden. Viele Einbrüche können bereits durch mechanischen Einbruchschutz verhindert werden – diesen Schutz haben jedoch längst nicht alle Häuser, auch weil viele Bewohner viel zu wenig darüber wissen. Um die Bürger nachhaltig über Einbruch- und Brandschutz zu informieren, hat sich die kreisfreie Stadt Cottbus im Oktober 2015 dem bundesweiten Sicherheitsnetzwerk „Zuhause sicher“ angeschlossen. Das Netzwerk wurde 2005 in Nordrhein-Westfalen gegründet. Aktuell gibt es 47 Schutzgemeinschaften in zehn Bundesländern.

Das Netzwerk „Zuhause sicher“

Logo des Netzwerks, © „Zuhause sicher“

Der Weg zur Präventionsplakette

Alles beginnt zunächst mit einem Beratungstermin bei der Polizei. Dieser kann individuell in der Polizeiinspektion oder im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung stattfinden. Kati Prajs, Koordinatorin der Prävention in der Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße, schaut sich die Häuser der Plaketteninteressierten gerne auch persönlich vor Ort an. Bei der Beratung bekommt der Bürger einen Überblick, was für Maßnahmen er an seinem Haus durchführen muss, damit es als „sicheres Zuhause“ gelten kann. Dazu gehört, dass alle gefährdeten Fenster, Türen und sonstige Gebäudeöffnungen mit geprüfter mechanischer Sicherheitstechnik versehen sind, Rauchmelder gemäß der Bauordnung installiert sind, sich ein Telefon am Bett für den Notfall befindet und, dass die Hausnummer gut sichtbar ist, damit man im Notfall schnell gefunden wird.

Die Umsetzung der Empfehlungen

„Das Netzwerk unterstützt die Bürger beim zweiten Schritt mit einer Liste von kooperierenden Handwerkern, die die bauliche Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen übernehmen können“, erklärt Kati Prajs. Sie kritisiert, dass viele Bürger beim Hausbau nicht ausreichend über die geltenden Sicherheitsstandards informiert wurden, weshalb die meisten Häuser keinesfalls den Standards entsprechen und vieles nachträglich eingebaut werden muss. „Der Weg zur Präventionsplakette kann manchmal Monate dauern, aber er lohnt sich“, erklärt Prajs. Wenn alle Empfehlungen nachweislich umgesetzt wurden, wird der Bürger für sein Engagement mit der Präventionsplakette ausgezeichnet. Die Plakette kann von außen am Haus angebracht werden und soll Tätern zeigen: Dieses Haus ist abgesichert, deswegen ist ein Einbruch sinn- und zwecklos. Laut der Geschäftsstelle von „Zuhause sicher“ sind 2016 alle Gelegenheitstäter, die versuchten, in ein Plakettenhaus einzubrechen, gescheitert.

Keine halbherzige Sache

Die Präventionsstelle der Polizei in Cottbus/Spree-Neiße hat im vergangenen Jahr fünf Präventionsplaketten verliehen. „Das mag auf den ersten Blick sehr wenig sein. Die geringe Anzahl spricht aber dafür, dass die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen vor der Verleihung der Plakette sehr akribisch und genau kontrolliert wird, um Tätern mit der Plakette auch wirklich ein Signal zu senden“, erklärt Prajs. Das Netzwerk „Zuhause sicher“ hat sich in Brandenburg rumgesprochen: Inzwischen haben sich die Polizeiinspektionen Prignitz und Teltow-Fläming ebenfalls dem Netzwerk angeschlossen und auch die Polizei in Barnim und Ostprignitz-Ruppin haben ihr Interesse an einer Kooperation im Netzwerk „Zuhause sicher“ bekundet. „Die Bürger sind von dem Angebot im Rahmen des Netzwerks begeistert. Ich bin gespannt, wie viele Plaketten wir in diesem Jahr verleihen können“, freut sich Prajs.

Kontakt

Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße

Kati Prajs (Koordinatorin Prävention)

Juri-Gagarin-Straße 15/16

03046 Cottbus

kati.prajs@polizei.brandenburg.de

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