Sie sind hier >  /  
< Haus- und Wohnungseinbrüche

Einbruchschutz – Tipps zur Technik

Statistiken zum Thema Einbruchschutz zeigen: Rund 40 Prozent der Einbrüche scheitern im Versuchsstadium. Das liegt nicht zuletzt daran, dass immer mehr Menschen sich für einbruchhemmende Türen und Fenster entscheiden, die ein Eindringen des Täters in Haus oder Wohnung verhindern. Im zweiten Teil der PolizeiDeinPartner-Serie „Alles rund um Einbruchschutz“ erklärt Josef Moosreiner vom Bayerischen Landeskriminalamt, worauf man bei der mechanischen und elektronischen Sicherung von Haus und Wohnung achten sollte.

Einbruchschutz Technik

Wer sein Zuhause vor Einbrechern schützen möchte, informiert sich am besten bei einer der rund 350 polizeilichen Beratungsstellen. Dort gibt es auch Herstellerverzeichnisse und Errichterlisten mit qualifizierten Fachfirmen für die mechanische Nachrüstung und die Installation von Einbruchmeldeanlagen.

Was ist von Alarmanlagen-Attrappen zu halten?

Natürlich ist es möglich, dass so etwas den einen oder anderen Einbrecher abschreckt – man sollte sich aber keinesfalls darauf verlassen. Die Polizei würde es nicht empfehlen. Sobald ein Täter ein wenig fachkundig ist, wird er schnell merken, dass es an der Haustür keine Scharfschalteinrichtung gibt. Manche versuchen auch testweise, ein Fenster aufzuhebeln, verstecken sich und warten, was passiert. Der letzte Schrei sind Videokamera-Attrappen mit einer blinkenden LED-Leuchte, die den Eindruck einer Überwachung erwecken sollen. Ebenso technische Gimmicks, die Hundebellen oder einen flackernden Fernseher simulieren. Wenn man schon den Entschluss fasst, in Sicherungstechnik zu investieren, dann in wirksame Sicherungen an Fenstern und Türen. Ergänzend Außenbeleuchtung zu installieren, die über einen Bewegungsmelder angesteuert wird, wäre im Bereich der einfachen Zusatzmaßnahmen noch die wirkungsvollste.

Wenn man einen Safe besitzt – wo sollte man diesen befestigen?

Die Polizei empfiehlt, ihn nicht sichtbar zu platzieren. Ein Safe weckt immer Begehrlichkeiten. Ist ein Tresor schon von außen zu erkennen, kann sich ein Täter darauf einstellen und sich entsprechendes Werkzeug besorgen. Der Tresor sollte außerdem fest im Mauerwerk verankert sein, denn manche Täter nehmen den Safe auch einfach mit. Es sind generell nur geprüfte und zertifizierte Behältnisse zu empfehlen, am besten mit einem sogenannten „geistigen“ Verschluss, also einem elektronischen Zahlenschloss. Safeschlüssel werden vom Einbrecher oft gefunden. Und auch Zettel, auf denen der Zahlencode notiert ist, sind keine gute Idee.

Stichwort „Smart Home“ – ist ein komplett vom Handy steuerbares Zuhause empfehlenswert?

Im Moment ist die Technik noch nicht so weit, wenn es um das Thema Einbruchschutz geht. Empfehlenswert wird das Ganze erst, wenn diese Technik auch den gängigen Normen und Richtlinien z. B. zur Einbruchmeldetechnik entspricht. Was bringt es mir, wenn ich meine Wohnungstür zwar vom Handy aus öffnen kann, um etwa die Putzfrau hineinzulassen – die Tür dafür aber nicht abgeschlossen sein darf? Wenn die Ansteuerung solide sein soll, müsste man erst wieder mechanisch nachrüsten – etwa mit einem Motorschloss, das komplett verriegelt werden kann. Nur mit einer App ohne zusätzliche Maßnahmen wird es aus Sicherheitssicht schwierig. Aber hier tut sich momentan viel, da wird vieles entwickelt.

SW (26.06.2015)

Seite: << zurück 1 2 3

Weitere Artikel zum Thema Einbruchschutz

Senioren profitieren von Nachbarschaftshilfe

Die meisten Senioren machen früher oder später die Erfahrung, dass...[mehr erfahren]

Video Einbruchschutz

Mit Peter Werkmüller, Polizeiliche Beratungsstelle Düsseldorf

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der...[mehr erfahren]

Die Verkehrssicherungspflichten

Generell ist man als Eigentümer dafür verantwortlich, dass auf dem...[mehr erfahren]

Einbruchschutz Täter

Meist Männer, aber auch viele Frauen und Kinder

Im Jahr 2016 war die Zahl der Einbrüche im Privatumfeld in...[mehr erfahren]

Smarter Einbruchschutz

24h-Live-Fernüberwachung verhindert Diebstähle in Echtzeit

Ob Büro, Ladenlokal, Handwerks- oder Produktionsbetrieb bis hin zum...[mehr erfahren]

Verantwortung und Mut sind gefragt

Bricht in einem Unternehmen ein Feuer aus, gilt es, schnell zu...[mehr erfahren]

Wer sein Auto selber ausräumt, gibt Dieben keine Chance

Diesen Freitagabend Anfang März wird Susanne S. nicht so schnell...[mehr erfahren]

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Beliebte Artikel zum Thema Einbruchschutz

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.