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Bankgeschäfte und Einkaufen im Netz

Keine Parkplatzprobleme, eine freie Zeiteinteilung, keine Warteschlange und schon gar kein Ladenschluss: Online-Shopping und Internet-Banking sind bei den Verbrauchern sehr beliebt. Ob Bücher, Elektronik, Möbel oder gar Medikamente – im Netz gibt es inzwischen so gut wie alles zu kaufen. Geliefert wird bequem nach Hause. Und bei der Gelegenheit wird gleich noch online der Kontostand überprüft und eine Überweisung getätigt. Trotz aller Vorteile gilt es, bei Bankgeschäften und Einkäufen im Internet die Sicherheitsrisiken nicht außer Acht zu lassen.

Einkaufen im Internet

Online-Shopping ist bei den Verbrauchern mindestens so beliebt wie Bankgeschäfte im Internet. Nach Angaben des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) setzt der Online- und Versandhandel derzeit allein im Privatkundenbereich jährlich rund 52 Milliarden Euro um. Der Online-Handel hat daran einen Anteil von über 89 Prozent. Doch wie beim digitalen Banking spielt auch hier das Thema Sicherheit für die Kunden eine große Rolle. Schließlich müssen sie bei der Bezahlung ihre persönlichen Daten preisgeben. Die herkömmlichen Zahlungsmethoden sind auch beim Online-Shopping weit verbreitet, etwa das Lastschriftverfahren und Zahlungen mit EC- oder Kreditkarte. Ganz wichtig: Zur Bezahlung müssen Konto- oder Kreditkartendaten über eine sichere Verbindung übertragen werden. Diese SSL-Verbindung ist genau wie beim Banking an den Buchstaben „https“ in der Adresse der Webseite und einem Schloss- oder Schlüssel-Symbol im Browser erkennbar. Das größte Sicherheitsrisiko sind jedoch Schadprogramme auf dem PC oder dem Laptop. Gegen Datenklau helfen ein ständig aktuelles Virenprogramm, eine persönliche Firewall und regelmäßige Sicherheitsupdates.

Reine Internetbezahlsysteme

Neben den klassischen Zahlungsarten gibt es eine ganze Reihe eigens für den Onlinekauf entwickelter Zahlungsmethoden. Prepaid-Karten für den Internet-Einkauf etwa funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Telefonwertkarten. Der Benutzer rubbelt zunächst einen PIN-Code auf einer Wertkarte frei. Über die Internetseite des Kartenanbieters kann er dann mit der PIN auf das Guthaben zugreifen. Als zusätzliche Sicherheit wird der PIN-Code noch mit einem persönlichen Passwort geschützt. Weitere Bezahlverfahren, die speziell für das Internet entwickelt wurden, sind beispielsweise PayPal, giropay und ClickandBuy. Von ihnen ist PayPal – nicht zuletzt durch seine Anwendung beim Online-Auktionshaus Ebay – inzwischen die auch international am meisten etablierte Bezahlmethode. Für alle drei Bezahlsysteme werden pro Transaktion Gebühren fällig, die sich meist nach dem getätigten Umsatz richten. Allen gemeinsam ist auch, dass nicht bei jeder Transaktion sämtliche Bankdaten angegeben werden müssen. Ein weiterer Vorteil gegenüber klassischen Bezahlverfahren: ihre Schnelligkeit. Die Wartezeiten bis zum Geldeingang fallen weitestgehend weg.

Sicherheitsmaßnahmen machen sich bezahlt

Egal welches Online-Bezahlverfahren genutzt wird: Beim Online-Kauf gelten dieselben Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen wie beim Online-Banking. Die goldene Regel ist: Wer mehr Zeit in die Sicherheit seines PC und in die Prüfung der Online-Anbieter investiert, hat umso mehr Freude an erfolgreichen Geschäften im Netz!

MW (29.09.2017)

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