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Polizist werden

Wie groß muss man sein? Sind Tätowierungen erlaubt? Reicht ein Realschulabschluss? Wer eine Ausbildung zum Polizeibeamten machen möchte, muss bestimmte Kriterien erfüllen und ein umfassendes Aufnahmeverfahren bestehen. Die Einstellungsberaterin des Polizeipräsidiums Düsseldorf Michaela Peris-Beier erklärt, worauf es ankommt.

Bewerberbetreuung beim LAFP in Münster unter Tel. 0251/7795-5312, -5311 oder -5310 oder per E-Mail an polizeiberuf(at)polizei.nrw.de. Weitere Infos unter http://www.polizei.nrw.de/kategorie__21.html.

Bewerbungsverfahren in NRW 

Das Bewerbungsverfahren bei der Polizei Nordrhein-Westfalen dauert drei Tage. Am ersten Tag muss der Bewerber einen computergestützten Test bestehen. Am zweiten Tag folgt eine ärztliche Untersuchung. Und am dritten Tag gibt es ein Assessment-Center. Bei dem PC-Test werden geprüft: 

  • logisch-analytisches Denkvermögen 
  • Problemlösungsfähigkeit 
  • Abstraktionsvermögen 
  • Gedächtnisleistung 
  • Rechtschreibung und Interpunktion 

Fachliteratur zu dem Test gibt es im Buchhandel. Nach dem Test erfolgt ein Gespräch zu den Bewerbungsunterlagen. Bei der ärztlichen Untersuchung werden Hör- und Sehvermögen sowie die Belastung mit einem EKG getestet. Die Körpergröße wird gemessen und der Body-Mass-Index ermittelt. Außerdem notiert der Arzt vorhandene Tattoos und Piercings. Während des Assessment-Centers werden soziale und kommunikative Kompetenzen der Bewerber geprüft. Jeder muss einen Vortrag halten und im Rollenspiel ein Konfliktgespräch führen. Im Jahr 2012 gab es rund 8.400 Bewerber auf 1.500 Stellen bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen. Jeder Bewerber erhält einen Rangordnungswert, der sich aus den Punkten ergibt, die er innerhalb der drei Bewerbungstage gesammelt hat. Die besten 1.500 auf dieser Liste erhalten einen Ausbildungsplatz bei der Polizei

Polizei-Ausbildung in NRW 

Die dreijährige Grundausbildung bei der Polizei NRW nach dem Motto „Theorie, Training, Praxis“ beginnt immer am 1. September. (Der Bewerbungsschluss ist ein Jahr davor.) Es gibt blockweise theoretische und praktische Ausbildungsteile. Die Polizeianwärter studieren den Studiengang „Bachelor of Arts (BA) Polizei Vollzugsdienst“ an einer der sechs Nordrhein-Westfälischen Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung: in Bielefeld, Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Köln und Münster. Übungen finden in polizeieigenen Trainingszentren statt in Brühl, Selm und Schloss Holte-Stukenbrock. Dort gibt es Verkehrsübungsplätze, Sportstätten und kleine Übungswachen, in denen Fälle durchgespielt werden. Auf die Arbeitspraxis werden die Nachwuchspolizisten in den Wachen und Kriminalkommissariaten vorbereitet. „Lernen im echten Leben“, sagt Michaela Peris-Beier. Dabei steht jedem Studierenden ein erfahrener Tutor zur Seite. Nach der dreijährigen Ausbildung wird man zum Polizeikommissar ernannt und geht in den normalen Wach- und Wechseldienst. Verdient ein Polizist in NRW während der Ausbildung zirka 1.000 Euro netto pro Monat, sind es im ersten Berufsjahr etwa 1.750 Euro monatlich. KS (16.10.2013) 

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Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
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