Sie sind hier >  /  /  
< Neuer Lebenssinn durch Arbeit

Erste Hilfe leisten nach Drogenkonsum

Du bist mit Freunden im Club unterwegs und es ist ein lustiger Abend als plötzlich ein Mädchen bewusstlos auf der Tanzfläche zusammenbricht. Niemand weiß so recht, was zu tun ist – die Umstehenden geraten in Panik. Möglich ist, dass das Mädchen Drogen genommen hat. Wie sollte man in so einem Moment reagieren? Was ist bei einem Atemstillstand oder einer durch Drogen ausgelösten Panikattacke zu tun? Das ist nicht immer leicht zu entscheiden. Wichtig ist: Jeder kann etwas tun. PolizeiDeinPartner listet die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen auf.

Bei einem Atemstillstand muss sofort Erste Hilfe geleistet werden

© pixelaway, fotolia

Was tun bei Krampfanfällen?

Manche Drogen wie Kokain oder Amphetamine können dazu führen, dass die Muskulatur verkrampft. Dies kann auch passieren, wenn mehrere Drogen gleichzeitig konsumiert werden, bei einer Überdosis oder bei einem Drogenentzug. Bei einem Krampfanfall fängt der Körper an zu zucken, oft verdreht die Person dabei die Augen nach oben. Manche haben auch Schaum vor dem Mund oder machen sich in die Hose.

Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • unbedingt sofort den Rettungsdienst verständigen
  • nicht versuchen, die Person festzuhalten
  • möglichst etwas Weiches unter den Kopf legen, damit die Person sich nicht verletzt
  • achtgeben, dass sich die Person nicht an umstehenden Gegenständen stößt
  • lässt der Krampfanfall nach, ist es möglich, dass die Person einschläft oder bewusstlos wird. In diesem Fall auf Puls und Atmung achten und in die stabile Seitenlage bringen.
  • auch wenn der Krampfanfall vorüber scheint, sollte der Notdienst verständigt werden, da weitere Anfälle nicht auszuschließen sind.

Was tun bei Schock?

Hat jemand einen Schock, erkennt man das an seiner blassen, kalten Haut. Manche sind benommen oder verlieren das Bewusstsein. Andere wiederum sind unruhig und ihr Puls rast.

Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Die Person sollte in der Regel auf den Rücken gelegt und die Beine hoch gelagert werden. Tritt der Schock jedoch aufgrund von Herzproblemen auf, ist genau das Gegenteil richtig: Der Kopf sollte hoch, die Beine tief gelagert werden. Bei Herzproblemen treten die Venen am Hals hervor. In diesem Fall sollte unbedingt ein Arzt gerufen werden.
  • Atmung und Puls kontrollieren
  • Der Person etwas zu trinken reichen (kein Alkohol); darauf achten, dass sie langsam und in kleinen Schlucken trinkt

Bessert sich die Lage nicht, sollte ein Notarzt verständigt werden.

Was tun bei Aggressivität?

Insbesondere nach dem Konsum von Amphetaminen wie Crystal Meth kann es zu aggressivem Verhalten bis hin zu Verfolgungswahn kommen. Es kann auch vorkommen, dass sich Konsumenten selbst verletzen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen:

  • Blickkontakt aufnehmen und das Gespräch mit der Person suchen – dabei jedoch körperlich Abstand von der Person halten
  • ruhig und gelassen bleiben, versuchen, die Situation zu entspannen, indem man etwa gemeinsam etwas trinkt
  • sich nicht auf Diskussionen, Beschimpfungen oder Provokationen einlassen, nicht emotional reagieren
  • lässt die Person sich nicht beruhigen und ist weiterhin aggressiv gegenüber sich selbst oder anderen, sollte die Polizei und ggf. ein Arzt verständigt werden.

Weitere Infos zum Thema Drogen

Lotto, Wetten, Automaten und Roulette: Pathologisches Spielen

Der Fachbegriff für Glücksspielsucht: pathologisches (krankhaftes)...[mehr erfahren]

EU-Programm DRUID liefert Fakten zum Thema „Drogen im Straßenverkehr“

Europaweit sind 20 von 1.000 Autofahrern unter Drogeneinfluss...[mehr erfahren]

Beschaffungskriminalität in einer deutschen Großstadt

Thomas Becker kämpft seit 20 Jahren präventiv und aktiv gegen Drogen....[mehr erfahren]

Neuer Lebensmut für abhängige Jugendliche

Für viele alkohol- oder drogenabhängige Jugendliche ist die...[mehr erfahren]

Die Folgen von Drogen lassen sich einfach demonstrieren

Wer Drogen nimmt, hat große Schwierigkeiten ganz normale Tätigkeiten...[mehr erfahren]

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Erklärung einschlägiger Präventions-Begriffe

Beliebte Artikel zum Thema Sucht

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.