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Cybercrime – Angriffe auf Unternehmen

Gehackte Unternehmensnetzwerke und Diebstahl sensibler Daten von Firmen-Computern: Cybercrime ist zur allgegenwärtigen Gefahr für Großkonzerne wie auch für mittelständische Betriebe geworden. Der wirtschaftliche Schaden bundesweit beträgt einige Milliarden Euro jährlich.

Die Anzeichen für einen Cyberangriff können sehr unterschiedlich sein

© JRB, fotolia

Wie können sich Unternehmen schützen?

Als ganzheitliches Konzept für Informationssicherheit hat sich das Vorgehen nach den IT-Grundschutz-Katalogen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik als Standard etabliert. Der IT-Grundschutz hilft beim Aufbau einer Sicherheitsorganisation. Zugleich bietet er eine umfassende Basis für die Risikobewertung, die Überprüfung des vorhandenen Sicherheitsniveaus und die Implementierung der angemessenen Informationssicherheit. Dieses Vorgehen empfiehlt das BSI ab einer Unternehmensgröße von etwa 30 Mitarbeitern. Informationen zu Schutzmaßnahmen speziell für kleine und mittelständische Unternehmen bietet die Webseite der [externer Link] Allianz für Cybersicherheit, www.allianz-fuer-cybersicherheit.de [/externer Link] die das BSI gemeinsam mit dem Branchenverband BITKOM initiiert hat. Hier werden sowohl gute Beispiele der IT-Sicherheit veröffentlicht als auch regionale und branchenspezifische Treffen zum Informationsaustausch organisiert. Ratsuchende finden hier viele Hinweise dazu, wie sich andere Unternehmen bereits gegen Bedrohungen aus dem Cyber-Raum wappnen. Nützliche Informationen bietet auch das Bundeskriminalamt in der Broschüre Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft in Fällen von Cybercrime.

Prävention in der EU, im Bund und den Ländern

40 Prozent der Wertschöpfung weltweit basieren bereits heute auf der Informations- und Kommunikationstechnologie. Weil IT-Infrastrukturen auch existentiell für das Funktionieren von Staat, Gesellschaft und Wirtschaft sind, gibt es die unterschiedlichsten Präventionsstellen auf EU-, Bundes- und Länderebene. Die EU-Kommission hat Anfang 2013 einen Cybersicherheitsplan für Europa und eine Richtlinie für Netz- und Informationssicherheit vorgestellt. Im Januar 2013 eröffnete das  „European Cybercrime Centre (EC3)“. Dieses „Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität“.  hat seinen Sitz in Den Haag. In Deutschland gibt es eine Cyber-Sicherheitsstrategie, deren Kern der Schutz kritischer Informationsstrukturen ist. Auf Bundesebene sind vier Stellen unter dem Dach des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für das IT-Krisenmanagement zuständig:

  • CERT-Bund (Team für Bundesbehörden, bearbeitet Sicherheitsvorfälle, betreibt Warn- und Informationsdienst)
  • IT-Lage- und Analysezentrum (bewertet die Sicherheitslage in Deutschland rund um die Uhr)
  • IT-Krisenreaktionszentrum (schnelle Analyse, Koordination und Reaktionen bei Vorfällen)
  • Nationales Cyber-Abwehrzentrum (NCAZ) – ein unter Federführung des BSI eingerichtetes, gemeinsam vom Bundeskriminalamt, der Bundespolizei, dem Zollkriminalamt, dem Bundesnachrichtendienst und der Bundeswehr betriebenes Zentrum zur Zusammenarbeit staatlicher Institutionen.

Direkte und unkomplizierte Hilfe erhalten Unternehmen auch auf Länderebene. So gibt es etwa in NRW das Cybercrime-Kompetenzzentrum NRW. In Niedersachsen ist die  „Zentrale Ansprechstelle bei Cybercrime“ (ZAC) für diesen Bereich zuständig. Beim LKA BW ist seit Ende 2013 die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) eingerichtet.

(ks) (25.07.2014)

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