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Baden-Württemberg sorgt für sichere Innenstädte

Besonders attraktive Innenstädte haben mit nächtlichem Lärm, Körperverletzungen durch Alkoholisierte und deren Hinterlassenschaften zu kämpfen. Der Runde Tisch „Lebenswerter öffentlicher Raum“ setzte deshalb in Baden-Württemberg eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Innenministeriums ein. Das Ergebnis: ein Bündel zumeist präventiver Maßnahmen.

Runder Tisch „Lebenswerter öffentlicher Raum“


Abi 2013, Heidelberg 

© Polizei Baden-Württemberg

 

Besonders attraktive Innenstädte haben mit nächtlichem Lärm, Körperverletzungen durch Alkoholisierte und deren Hinterlassenschaften zu kämpfen. Der Runde Tisch „Lebenswerter öffentlicher Raum“ setzte deshalb in Baden-Württemberg eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Innenministeriums ein. Das Ergebnis: ein Bündel zumeist präventiver Maßnahmen.

 

Es gibt viele verschiedene und sehr unterschiedliche Probleme in Innenstädten, die von alkoholisierten Menschen verursacht werden. Der von Ministerpräsident Winfried Kretschmann eingerichtete Runde Tisch „Lebenswerter öffentlicher Raum“ und die gleichnamige Arbeitsgruppe haben unter wissenschaftlicher Begleitung 73 dieser alkoholkonsumbedingten Problemlagen im öffentlichen Raum ausgemacht. Das betrifft die Party- und Eventszene ebenso wie Jugendtreffpunkte und wiederkehrende Festveranstaltungen. Mit gezielten Maßnahmen soll nun für einen lebenswerten öffentlichen Raum gesorgt werden.

Die Problemlagen in Innenstädten

Die Arbeitsgruppe „Lebenswerter öffentlicher Raum“ hat in Baden-Württemberg Anwohner zu Problemlagen befragt. Als bedeutsame Probleme im Stadtteil wurden die Begleiterscheinungen von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Dazu gehören Lärm, Verunreinigungen durch Urin, Erbrochenes und Müll. Mit einem deutlichen Abstand nannten die Befragten Sachbeschädigungen an Gebäuden und Fahrzeugen sowie Schlägereien.

Straftaten mit und ohne Alkoholeinfluss

© Innenministerium Baden-Württemberg

Alkohol ist ein zentraler Faktor

Der Abschlussbericht der AG „Lebenswerter öffentlicher Raum“ unterstreicht, was die Fachliteratur – etwa bei Prof. Dr. Thomas Görgen – bereits eindeutig belegt: Es gibt einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Gewalthandlungen. Allerdings sind diese sehr komplex. „Sie werden durch individuelle, situative und gesellschaftliche sowie kulturelle Faktoren beeinflusst“, zitiert Kim Dunklau-Fox, Pressereferentin des Innenministeriums Baden-Württemberg, den Abschlussbericht. So stehe die Belastung mit Gewaltdelikten in Zusammenhang zum Pro-Kopf-Alkoholkonsum eines Landes. „An Orten, an denen viel Alkohol konsumiert wird, kommt es häufiger zu Gewalt. Ferner stehen Gewalttäter oftmals unter Alkoholeinfluss und starke Trinker sind häufiger in Gewaltvorkommnisse verwickelt. Die Analyse belegt, dass auch Opfer von Gewalttaten häufig unter Alkoholeinfluss stehen“, heißt es im Bericht der AG „Lebenswerter öffentlicher Raum“ weiter. Eine Sondererhebung über einen Zeitraum von drei Monaten zum Alkoholkonsum bei Straftaten in den Problemlagen dreier ausgewählter Städte belegt ebenfalls eine hohe Wechselbeziehung zwischen Alkoholkonsum und Aggressionsdelikten. Bei diesen waren 65 Prozent der Beschuldigten alkoholisiert.

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