Aufklären, sensibilisieren und vor Straffälligkeit schützen

Seit dem Jahr 2007 gibt es das Präventionsprojekt „Junge Flüchtlinge“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO) München. Entstanden ist das Projekt, weil Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsländern nach ihrer Ankunft in München schnell durch Delikte wie Schwarzfahren oder Diebstahl bei der Polizei auffällig wurden. Das Problem: Viele Jugendliche kommen allein ohne ihre Eltern nach Deutschland und müssen sich hier selbstständig in einer fremden Kultur mit einer fremden Sprache zurechtfinden.

Auch das deutsche Schulsystem wird erklärt

© Assia Boushaba-Graßl

Peer-to-Peer-Arbeit schafft Vertrauen

Mittlerweile hat Assia Boushaba-Graßl ein Netzwerk von etwa 50 Jugendlichen geschaffen, die sie bei ihrer Arbeit mit den jungen Menschen unterstützen. „Das sind alles ehemalige Flüchtlinge, die sich hier in Deutschland gut eingelebt haben und den Neuankömmlingen wichtige Tipps geben können. Diese Hilfe wird sehr gut angenommen und motiviert die Jugendlichen, sich ebenfalls anzustrengen, damit sie es hier in Deutschland zu etwas bringen“, erklärt die Pädagogin. Fitnessangebote, gemeinsame Fußballturniere mit Jugendzentren, in denen die Flüchtlinge auch mit deutschen Jugendlichen in Kontakt kommen, sowie Angebote zur Computer- und Internetnutzung sind weitere Bausteine auf dem Weg zur Integration.

Erfolgreiche Integration mit Zukunft

Das Projekt ist so erfolgreich, dass es mittlerweile langfristig vom Jugendamt und der Stadt München finanziell unterstützt wird. Denn es ist erwiesen, dass die Straffälligkeit von jugendlichen Flüchtlingen deutlich zurückgeht, wenn sie an den Kursen teilnehmen. „Es ist schön zu sehen, wie positiv sich manche der Jugendlichen hier entwickeln und wie schnell sie sich integriert haben. Viele machen hier ihren Schulabschluss und haben sogar einen Ausbildungsplatz bekommen – einer hat jetzt sogar sein Abitur nachgemacht“, freut sich Assia Boushaba-Graßl. SW (25.07.2014)

Kontakt:

Beratungsdienste der AWO München gemeinnützige GmbH Präventionsprojekt „Junge Flüchtlinge“

Frau Assia Boushaba-Graßl

Gravelottestr. 8

81667 München

Tel. 089 - 45832-435

Fax. 089 - 45832-441

E-Mail: assia.grassl@awo-muenchen.de

https://www.awo-muenchen.de/migration/jugendhilfe-im-strafverfahren/praeventionsprojekt-junge-fluechtlinge/

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