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Fußball als didaktisches Mittel gegen Gewalt und Sucht

Der gemeinnützige Verein Tannenhof Berlin-Brandenburg e. V., der zunächst als Suchthilfeträger begann, existiert seit mehr als 30 Jahren. Im Laufe der Zeit konzentrierte man sich immer stärker auf Präventionsarbeit – zunächst überwiegend für Erwachsene, später auch für Kinder und Jugendliche.

Das Präventionsprojekt „Junger Fußball in Berlin – keine Drogen, keine Gewalt!“


Die FairPlay-Trainerinnen und -Trainer simulieren im Workshop mit den Jugendlichen Gewaltsituationen

© Tannenhof Berlin-Brandenburg e. V.

Seit sieben Jahren aktiv

Der gemeinnützige Verein Tannenhof Berlin-Brandenburg e. V., der zunächst als Suchthilfeträger begann, existiert seit mehr als 30 Jahren. Im Laufe der Zeit konzentrierte man sich immer stärker auf Präventionsarbeit – zunächst überwiegend für Erwachsene, später auch für Kinder und Jugendliche. In diesem Kontext ist im Sommer 2007 das Präventionsprojekt „Junger Fußball in Berlin – keine Drogen, keine Gewalt!“ entstanden, das heute bereits auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Aktionstagen werden Gewalt- und Suchtprävention mit Streetsoccer verbunden – ein Konzept, das bei den Kindern und Jugendlichen sehr gut ankommt.

Erst Workshop, dann kicken

Die Aktionstage mit dem Titel „Keine Drogen, keine Gewalt!“ sind eine Kombination aus Anti-Gewalt-Workshops, einem Käfigfußballturnier und Suchtaufklärungsangeboten. Pro Aktionstag können acht bis zehn Teams mit jeweils sechs Kindern und Jugendlichen teilnehmen. Während die Suchtaufklärungsangebote auf freiwilliger Basis angeboten werden, sind die Anti-Gewalt-Workshops verpflichtend für alle, die am Fußballturnier teilnehmen möchten. „Wir nennen die Workshops bewusst nicht Anti-Gewalt-Workshops, weil wir den Sport als didaktisches Mittel durch dieses Projekt hindurchziehen. Wir sprechen daher von „FairPlay-Workshops“ – das klingt natürlich auch ein bisschen attraktiver für unsere Zielgruppe“, erklärt Projektleiter Boris Knoblich. In den Fairplay-Workshops dreht sich alles um die so genannte „Gewaltspirale“. Es werden verschiedene Aspekte des Themas behandelt:

  • Wie entsteht Gewalt?
  • Wie schaukelt sich Gewalt von nonverbaler über verbale bis hin zu körperlicher Gewalt hoch?
  • Mit welchen Deeskalationsmaßnahmen kann ich Gewalt wieder „runterschrauben“?
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