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„KörperGrenze“ zeigt starke Bilder in Spielszenen

Obwohl viele Jugendliche sexualisierte Gewalt in ihrem Schulalltag und sozialen Umfeld erleben, wird das Thema in der pädagogischen Praxis und Forschung bisher kaum berücksichtigt. Dabei spielt vor allem sexualisierte Gewalt im Zusammenhang mit digitalen Medien eine zunehmend bedeutende Rolle. Jugendliche geben im Netz immer mehr von sich und ihren Gefühlen preis und teilen in den Sozialen Medien intime Details in Form von privaten Fotos und Videos. Das Projekt „KörperGrenze“ aus Brandenburg sensibilisiert sie dafür, eigene Grenzen und die Grenzen anderer wahrzunehmen und zu respektieren – sowohl „online“, als auch „offline“.

Prävention sexualisierter Gewalt gegen und unter Jugendlichen einschließlich sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien

Die Theaterpädagog_innen visualisieren in den Theaterszenen unter anderem das Thema Verhütung

© DREIST e. V.

 

Obwohl viele Jugendliche sexualisierte Gewalt in ihrem Schulalltag und sozialen Umfeld erleben, wird das Thema in der pädagogischen Praxis und Forschung bisher kaum berücksichtigt. Dabei spielt vor allem sexualisierte Gewalt im Zusammenhang mit digitalen Medien eine zunehmend bedeutende Rolle. Jugendliche geben im Netz immer mehr von sich und ihren Gefühlen preis und teilen in den Sozialen Medien intime Details in Form von privaten Fotos und Videos. Das Projekt „KörperGrenze“ aus Brandenburg sensibilisiert sie dafür, eigene Grenzen und die Grenzen anderer wahrzunehmen und zu respektieren – sowohl „online“, als auch „offline“.

Kaum Angebote für Jugendliche in Brandenburg

Träger des Projekts „KörperGrenze“ ist DREIST e. V. aus Eberswalde. Das Projekt wird im ganzen Bundesland angeboten. Der Verein für geschlechtsspezifische Bildungs-, Sozial- und Beratungsarbeit hat bereits vor 20 Jahren mit der Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch in Brandenburg begonnen. Zunächst wurden die beiden Projekte „SpielGrenze“ (für Kinder zwischen vier und acht Jahren) und „GrenzWerte“ (für acht- bis 13-jährige Kinder und Jugendliche) ins Leben gerufen. Zentral ist bei allen Programmen die Arbeit mit dem erwachsenen Umfeld. „KörperGrenze“ ist das neueste Projekt des Vereins und richtet sich gezielt an Jugendliche ab 13 Jahren und deren erwachsenes Umfeld. „Wir haben geprüft und festgestellt, dass der Bedarf definitiv auch bei Jugendlichen da ist, es aber nur sehr wenige Projekte zu sexualisierter Gewalt für diese Zielgruppe hier bei uns in der Region gibt“, berichtet die Projektleiterin von „KörperGrenze“ Katja Wollmer. „Also haben wir beschlossen, das machen wir selber. Dadurch, dass wir bereits die beiden erfolgreichen Projekte „SpielGrenze“ und „GrenzWerte“ entwickelten, hatten wir schon viel Erfahrung und das passende Netzwerk.“

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