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Auf konstant hohem Niveau

Sicherheitsstörungen und gewalttätiges Verhalten durch Fußballfans bewegen sich seit Jahren auf einem seit der Spielzeit 2000/2001 saisonal schwankenden, jedoch insgesamt weiterhin hohen Niveau.

Zahlen zum Thema „Gewalt im Fußball“

Uniformierte Bundespolizisten

© Bundespolizei

 

Sicherheitsstörungen und gewalttätiges Verhalten durch Fußballfans bewegen sich seit Jahren auf einem seit der Spielzeit 2000/2001 saisonal schwankenden, jedoch insgesamt weiterhin hohen Niveau.

 

Im Berichtszeitraum der Saison 2015/2016 zeigt sich in Bezug auf die Sicherheitslage in den ersten drei Ligen kein einheitliches Bild. Während die Anzahl der Verletzten insgesamt geringfügig anstieg, ist die Zahl der Strafverfahren gegenüber dem Vorjahr gesunken. Im Bereich der beiden Bundesligen und der dritten Liga wurden insgesamt 7.773 Strafverfahren eingeleitet, 5.948 in der ersten und zweiten Liga, 1.825 in der dritten Liga. Im vorherigen Berichtsjahr waren es in der Gesamtsumme noch 8.329 Strafverfahren. Die Reduzierung um insgesamt 556 Ermittlungsverfahren entspricht einem Rückgang von etwa 6,6 Prozent. Ein erheblicher Teil dieser Reduzierung ist im Spielbetrieb der Bundesliga festzustellen. Allerdings hat sich die Zahl der freiheitsentziehenden Maßnahmen für beide Bundesligen um knapp 30 Prozent erhöht und in der 3. Liga sogar verdoppelt. Diese Steigerungsraten sind vor allem der jüngsten Ligazusammensetzung mit insgesamt acht ostdeutschen Vereinen geschuldet. Dadurch kommt es vermehrt zu sogenannten „Ostderbys“, bei denen die gegenseitig verfeindeten Anhängerschaften aufeinandertreffen. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden ist für die Länderpolizeien ligaübergreifend nahezu konstant geblieben, während sie im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei zurückgegangen ist.

Kategorie A = der friedliche Fan Kategorie B = der gewaltbereite/-geneigte Fan: 10.192 Personen (2015/2016) Kategorie C = der Gewalt suchende Fan: 3.463 Personen (2015/2016)

Erheblich mehr Personen festgehalten

Für die Spiele in den beiden Bundesligen sowie die in diesen Standorten ausgetragenen Begegnungen des DFB-Pokals, der UEFA-Club-Wettbewerbe sowie sonstiger Wettbewerbe und die Länderspiele im Berichtszeitraum wurden folgende Zahlen festgestellt:

  • 13.467 freiheitsentziehende Maßnahmen
  • 7.773 eingeleitete Strafverfahren
  • 1.265 verletzte Personen (keine Unfallopfer)
  • 2.089.601 Arbeitsstunden der Polizeien der Länder und des Bundes zur unmittelbaren Einsatzbewältigung

Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) veröffentlicht seit der Saison 1999/2000 zu jeder Spielzeit einen „Jahresbericht Fußball“, in dem die Polizei Zahlen zum Thema „Gewalt im Fussball“ im Detail vorstellt und erläutert.

Auch die geschätzten Angaben der Polizeibehörden über gewaltbereites Potenzial in den Anhängerschaften der Vereine von Bundes- bis Regionalliga liegen mit etwa 13.650 Personen für die Saison 2015/16 auf einem leicht höheren Stand, der seit Jahren nur geringen Änderungen unterliegt. In der Saison 2015/16 spielten insgesamt 53 Vereine mit 56 Mannschaften in den ersten drei Ligen. 36 Vereine gehörten der Bundesliga und der 2. Bundesliga an. Wie auch bei den Erkenntnissen der letzten Spielzeiten lagen die Tatorte der durch die Polizei eingeleiteten Strafverfahren erneut überwiegend im Stadion. Der prozentuale Anteil der im Stadion festgestellten Straftaten, inklusive Zugangskontrollen, lag ligaübergreifend zwischen rund 41 und 46 Prozent. Weitere ca. 37 bis 40 Prozent der festgestellten Straftaten ereigneten sich im unmittelbaren Umfeld des Stadions und auf Parkplätzen. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die Gewalttäter weiterhin das Stadion als „Bühne“ für ihre Aktivitäten suchen. Die Datenbasis für den Jahresbericht für die Fußballsaison 2015/16 wurde mit einem seit der Saison 2013/14 teilweise aktualisierten Fragebogen bei den zuständigen Polizeibehörden der Länder und bei der Informationsstelle Sport des Bundespolizeipräsidiums erhoben.

AL (29.09.2017)

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