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Durchgeblickt und abgelenkt

Kinder im Straßenverkehr sind besonders gefährdet – die meisten Unfälle in Bremen passieren dabei beim Spielen in der Nähe der Wohnung. Das Stück „Durchgeblickt und abgelenkt“ der Mobilen PräventionsPuppenBühne (MPPB) der Polizei Bremen soll dazu beitragen, dass Kinder der ersten und zweiten Schulklasse sich im Straßenverkehr sicher bewegen können und Unfälle reduziert werden. Verkehrssicherheitsberater Alfred Faust von der Polizei Bremen erklärt, worum es in dem Stück geht.

Die Arbeit der Polizeipuppenbühne Bremen

Pinguin Eddy braucht auf seinem Weg durch die Stadt Unterstützung

© Polizei Bremen

 

Kinder im Straßenverkehr sind besonders gefährdet – die meisten Unfälle in Bremen passieren dabei beim Spielen in der Nähe der Wohnung. Das Stück „Durchgeblickt und abgelenkt“ der Mobilen PräventionsPuppenBühne (MPPB) der Polizei Bremen soll dazu beitragen, dass Kinder der ersten und zweiten Schulklasse sich im Straßenverkehr sicher bewegen können und Unfälle reduziert werden. Verkehrssicherheitsberater Alfred Faust von der Polizei Bremen erklärt, worum es in dem Stück geht.

 

Die Hauptrolle in dem Stück spielt Pinguin Eddy, der sich auf den gefährlichen Weg in die Stadt macht, um sich eine Brille zu besorgen. Besonders das Überqueren der breiten und vielbefahrenen Straßen bereitet ihm Probleme. Hilfe bekommt Eddy vom achtjährigen Timo, der ihm erklärt, wie er sicher durch den Verkehr kommt. „Neben dem verkehrsgerechten Verhalten beim Überqueren der Fahrbahn mit und ohne Ampeln, wird auch das Thema „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ behandelt – zum Beispiel durch die reflektierenden Streifen an Timos Schulranzen“, erklärt Faust. Den Kindern soll außerdem vermittelt werden, wie man Gefahren erkennt und richtig einschätzt. „Wichtig ist uns, dass das Stück ein „Mitmach-Stück“ ist, das heißt, die Geschichte lebt davon, wenn die Kinder sich auch aktiv beteiligen und selbst Tipps geben. Kommt von den Kindern kein Input, werden sie von den Puppen aufgefordert doch mitzumachen.“

Unterstützung willkommen!

Die Polizeipuppenbühne Bremen basiert auf der Arbeit von fünf Polizeibeamtinnen und -beamten, die diese Tätigkeit im Nebenamt ausführen sowie aus fünf ehrenamtlichen Mitspielern. Es wird nach weiteren Helferinnen und Helfern gesucht – wer gerne ehrenamtlich bei der Polizeipuppenbühne Bremen tätig werden möchte, kann sich gerne dort melden!

Durchblick behalten

Weil Eddy schlecht sieht, bekommt er vom Augenoptiker eine Brille. „Mehr als 30 Prozent der deutschen Schulkinder haben Probleme mit den Augen. Gutes Sehen ist im Straßenverkehr aber unerlässlich – deshalb wollen wir die Kinder animieren, den Eltern und Lehrern Bescheid zu geben, wenn sie Probleme mit den Augen haben“, erklärt der Präventionsexperte. Besonders spannend für die Kinder: Zwischendurch tritt ein Polizist oder eine Polizistin vor die Bühne und erarbeitet mit ihnen die wichtigsten Verhaltensregeln: Die Kinder bleiben dabei auf ihrem Platz stehen und üben das nach-links-und-rechts-Schauen sowie das Hand-nach-vorne-strecken, um sich erkennbar zu machen.

Ablenkung ist gefährlich

Im zweiten Teil von „Durchgeblickt und abgelenkt“ geht es um das Thema Ablenkung im Straßenverkehr. Paul und Lena sind auf einer Geburtstagsparty eingeladen. Doch Paul läuft auf dem Weg dorthin mit Kopfhörern und cooler Musik auf den Ohren durch den Straßenverkehr und bekommt nicht mit, was um ihn herum passiert – fast wird er von einem Auto angefahren.

Die Mitglieder der Polizeipuppenbühne Bremen

© Polizei Bremen

Im „Off“ hört man Paul aufschreien. Er hat aber noch einmal Glück gehabt, denn er ist nur gestürzt. Trotzdem muss er zur Beobachtung ins Krankenhaus. „Gemeinsam mit einem Polizisten wird das Ganze mit den Kindern besprochen, denn manche Kinder haben ähnliches bereits erlebt“, erklärt Faust. Ganz am Ende gibt es dann noch eine Polonaise mit allen Beteiligten der Puppenbühne, das kommt bei den Kindern besonders gut an. „Wir freuen uns, dass die Puppenbühne so gut angenommen wird und offensichtlich auch Wirkung zeigt. Seit unserem Start im März 2004 sind die Unfallzahlen bei Kindern um 50 Prozent gesunken“, freut sich Alfred Faust.

 

Kontakt

Polizei Bremen

Alfred Faust

Präsidialstab 14/Präventionszentrum

Am Wall 195

28195 Bremen

Tel.: 0421 362 148 94

Fax: 0421 362 19 009

E-Mail: alfred.faust(at)polizei.bremen.de oder

PSt14Puppenbuehne(at)polizei.bremen.de

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