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Starke und schlaue Kids

Das Projekt „Starke und schlaue Kids“ dient der Lebenskompetenzförderung von Grundschülerinnen und -schülern im Landkreis Zwickau. Unter anderem soll ein kritischer Umgang mit Genussmitteln und Alltagsdrogen vermittelt werden.

Präventionswoche zur Selbstkompetenzstärkung von Grundschülern


Die Schule wird aktiv in die Vorbereitung einbezogen, um eine wirksame und nachhaltige Prävention zu leisten

© Jugendamt Landkreis Zwickau

 

Das Projekt „Starke und schlaue Kids“ dient der Lebenskompetenzförderung von Grundschülerinnen und -schülern im Landkreis Zwickau. Unter anderem soll ein kritischer Umgang mit Genussmitteln und Alltagsdrogen vermittelt werden.

Wie das Projekt entstand

„Starke und schlaue Kids“ wurde im Jahr 2009 vom Jugendamt Landkreis Zwickau ins Leben gerufen. Zu diesem Zeitpunkt gab es in der Region viele engagierte Schulen, deren Interesse an Präventionsangeboten vor Ort besonders groß war. Während der Fokus zunächst auf Suchtprävention gelegt wurde, wird das Projekt mittlerweile zusammen mit vielen unterschiedlichen Kooperationspartnern und wechselnden Schwerpunkten pro Jahr an zwei Grundschulen durchgeführt.

Starke Ziele

Die wesentlichen Ziele des Projekts umfassen

  • die Stärkung der sozialen Kompetenz und des Selbstwertgefühls,
  • die Förderung der Körperwahrnehmung und positiven Einstellung zur Gesundheit,
  • die Schulung eines kritischen Umgangs mit Genussmitteln und Alltagsdrogen sowie
  • Konsumprävention.

Prävention zum Anfassen

In Kooperation mit dem Jugendamt Landkreis Zwickau und Partnern aus dem Sozialraum der Schule werden innerhalb der Präventionswoche viele verschiedene Themen der kindlichen Entwicklung wie Sucht, Medien, Sexualität oder Gewalt bearbeitet. „Im Rahmen eines Vorbereitungstreffens sucht sich die jeweilige Schule ein für sie passendes Angebot aus“, erklärt Projektleiterin Katrin Resch. „Zur inhaltlichen Ausgestaltung der Themen werden dann entsprechende Kooperationspartner aus der Region hinzugezogen. Das können zum Beispiel Polizei, Gesundheitsamt oder die Aidshilfe sein.“ Es gibt Angebote zum „Knigge“, sprich zum guten Benehmen, zu Tanzpädagogik, Gefahrenprävention mit dem Hundesportverein und sogar zur Behindertenproblematik. „Hier in Zwickau gibt es zum Beispiel einen Basketballverein für Rollstuhlfahrer. Da hat dann eine Nachwuchstrainerin des Vereins Rollstühle mit in die Schule gebracht und den Kindern gezeigt wie es ist, im Rollstuhl zu sitzen.“

Beim Alkoholparcours lernen die Kinder das Gefährdungspotential von Alltagsdrogen kennen

© Jugendamt Landkreis Zwickau

Fokus Suchtprävention

Ein wesentlicher und nach wie vor häufig gewünschter Schwerpunkt der Präventionswoche ist das Thema Suchtprävention. „Mit Kindern im Grundschulalter muss man das Thema natürlich ganz anders angehen als mit Jugendlichen. Da führt viel über Genuss, Empfindungen und Ängste“, weiß Katrin Resch. Hier kommt der so genannte Alkoholparcours zum Einsatz – eine Mit-Mach-Aktion, die mehrere unterschiedliche Stationen zum Umgang mit Alkohol umfasst. Beim „Glücksrad“ etwa handelt es sich um eine Art interaktives Quiz. Hier werden die Kinder mit verschiedenen Geschichten und Fragestellungen konfrontiert: „Ist in Sauerkraut Alkohol enthalten und wie kommt er da rein?“ An der Station „Pantomime“ geht es darum, Gefühle und Situationen zum Umgang mit Alkohol körpersprachlich auszudrücken, d. h. die Kinder stellen vorgegebene Begriffe mit Hilfe von Mimik und Gestik pantomimisch dar. Anschließend werden Bilder verschiedener Freizeitaktivitäten an eine Magnetwand gepinnt. Hier sollen die Kinder zwischen Aktivitäten unterscheiden, die mit Alkohol zu tun haben und solchen, die ohne Alkohol absolviert werden. „Hier sprechen wir dann noch mal genau darüber, wann und warum man Alkohol trinkt, ob man Alkohol trinken muss und was man damit eventuell kompensieren will.“, erklärt Katrin Resch. Ein ähnliches Prinzip verfolgt auch der Nikotinparcours, an dessen Stationen die Kinder die Gefahren des Rauchens kennenlernen.

Gelungene Netzwerkarbeit

Ein großer Vorteil der Präventionswoche ist, dass durch den schulischen Rahmen jedes einzelne Kind erreicht wird und sich intensiv mit Prävention und Gefahrenabwehr beschäftigen kann. „Außerdem haben die Schulen anschließend ein Netzwerk an Kontaktadressen zu allen Trägern. So können sie sich auch nach Abschluss der Projektwoche noch mit unseren Kooperationspartnern in Verbindung setzen und bei Bedarf weitere Informations- oder Präventionsangebote in Anspruch nehmen“, freut sich die Projektleiterin. 2015 haben bereits zwei Grundschulen die Präventionswoche absolviert – für 2016 stehen bereits die nächsten beiden Schulen fest.

Kontakt

Landkreis Zwickau

Dezernat Jugend, Soziales und Bildung

Jugendamt / SG Prävention

Königswalder Straße 18

08412 Werdau

E-Mail: katrin.resch(at)landkreis-zwickau.de

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