Sie sind hier >  /  
Jugendstrafrecht
Das Jugendstrafrecht ist ein Sonderstrafrecht für junge Beschuldigte, die sich zur Zeit ihrer Tat im Übergangsstadium zwischen Kindheit und Erwachsenenalter befinden (14 bis 17 Jahre).

Jugendstrafrecht ist Erziehungsstrafrecht 

Das Jugendstrafrecht ist im Vergleich zum Erwachsenenstrafrecht milder ausgelegt, da es jungen Tätern oft noch an Unterscheidungsvermögen zwischen Recht und Unrecht fehlt, es sich bei den Taten häufig um vorübergehende Ausrutscher während der Entwicklung der Heranwachsenden handelt, und sich eine zu hohe Strafe entwicklungsschädigend auswirken kann. 

Das Jugendstrafrecht wird in Deutschland durch das Jugendgerichtsgesetz (JGG)  geregelt. 

Im Jugendstrafrecht steht der Erziehungsgedanke im Vordergrund – Ziel ist in jedem Fall die Wiederherstellung des sozial angemessenen Verhaltens der Jugendlichen. So gelten beispielsweise langjährige Jugendstrafen von mehr als fünf Jahren als mit dem Erziehungsgedanken nicht mehr zu rechtfertigen, sind aber dennoch zulässig. 

 

  

Abgrenzung zum Erwachsenenstrafrecht 

Bei der Anwendbarkeit des Jugendstrafrechts sind grundsätzlich vier Altersstufen zu unterscheiden:

  • Personen unter vierzehn Jahren sind strafrechtlich nicht verantwortlich bzw. strafunmündig.
  • Im Alter zwischen vierzehn und achtzehn Jahren unterliegt der Beschuldigte dem Jugendstrafrecht.
  • Ist der Beschuldigte zur Zeit der Tat zwischen achtzehn und einundzwanzig Jahre alt, bezeichnet man ihn als Heranwachsenden. Regelungen dazu finden sich in den Paragraphen 105ff. JGG. In der Praxis wird häufig auch bei Heranwachsenden noch das Jugendstrafrecht angewendet.
  • Bei Beschuldigten, die zur Tatzeit einundzwanzig Jahre oder älter gewesen sind, ist Jugendstrafrecht nicht (mehr) anwendbar. 

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Beliebte Artikel

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.