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Fremdenfeindlichkeit
Fremdenfeindlichkeit ist eine ablehnende Haltung gegenüber Menschen, die andersartig als man selbst wahrgenommen werden oder sind und deshalb als bedrohlich empfunden werden.

Definition von Fremdenfeindlichkeit 

Fremdenfeindlichkeit ist eine ablehnende Einstellung gegenüber denjenigen, die als anders, fremd und bedrohlich empfunden werden. Oft handelt es sich um subjektiv wahrgenommene Eigenschaften einer Gruppe. Die ablehnende Haltung basiert auf tatsächlichen oder vermeintlichen sozialen, religiösen, ökonomischen, kulturellen oder ethnischen Unterschieden. Fremdenfeindlichkeit richtet sich gegen Mensch wegen ihrer • Herkunft • Hautfarbe • Nationalität (Ausländerfeindlichkeit) • Religion (Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus). Die Feindseligkeit äußert sich in Ausgrenzung, Angriffen bis hin zu Vertreibung und Ausrottung. 

Fremdenfeindlichkeit in Deutschland 

In Deutschland haben fremdenfeindliche und rassistische Einstellungen seit dem Jahr 2009 wieder zugenommen; zuvor war die Zahl der Menschen mit diesen Überzeugungen jahrelang meist rückläufig gewesen. Das belegen Forschungsergebnisse der Universität Bielefeld. 50 Prozent der Befragten haben in einer repräsentativen Langzeitstudie der Universität der Aussage zugestimmt, dass Deutschland in einem gefährlichen Maße überfremdet sei. 40 Prozent der Umfrageteilnehmer stimmten dem Satz zu „Viele Juden versuchen, aus der Vergangenheit des Dritten Reiches heute ihre Vorteile zu ziehen“. Andere Untersuchungen belegen, dass es Unterschiede zwischen demographischen Gruppen bezüglich ihrer Fremdenfeindlichkeit gibt. Demnach gibt es im Osten Deutschlands eine stärkere Ablehnung von Fremden. Auch haben Personen mit niedriger Bildung stärkere Vorurteile als solche mit höherer. 

Fremdenfeindlichkeit in Europa 

In der Charta der Grundrechte der Europäischen Union wurde das Recht auf die Würde des Menschen, auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit sowie auf Nichtdiskriminierung festgelegt. Ob und welche Diskriminierung es in der Realität gibt, wird seit 1997 untersucht. In diesem Jahr wurde die „Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ (EUMC) gegründet, eine Gemeinschaftsagentur der Europäischen Union. Die EUMC hat objektive, verlässliche und vergleichbare Informationen auf europäischer Ebene über Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus zusammengetragen und ausgewertet. Im März 2007 sind die Aufgaben der EUMC an die „Agentur der Europäischen Union für Grundrechte“ (FRA) übertragen worden. Hier werden unter anderem die Aktivitäten zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung koordiniert. 

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