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Aussteigerprogramm
Bund und Länder bieten Aussteigern an, sie bei der Abkehr von ihrem extremistischen Umfeld zu unterstützen. Sie helfen ihnen beim Aufbau einer neuen Existenz. Aussteigerprogramme gibt es für Rechts- und Linksextremisten und für islamistische Extremisten.

Umfassende Hilfestellung 

Der Ausstieg aus einer extremistischen Szene gestaltet sich oft schwierig. Ohne fremde Unterstützung ist es den Ausstiegswilligen kaum möglich, sich zu lösen. Denn ihr Leben drehte sich häufig jahrelang nur um die Szene. Andere soziale Kontakte gibt es in der Regel nicht mehr. Bei den meisten Aussteigern kommen noch andere Probleme hinzu: 

  • Suchtproblematiken 
  • Arbeitslosigkeit 
  • psychische Auffälligkeiten 
  • Verschuldung 
  • laufende Gerichtsprozesse 

Es ist wichtig, dass sie zeitnah medizinische, psychologische oder therapeutische Beratung und Hilfe erhalten. Die Aussteiger müssen in ihrer Persönlichkeit stabilisiert werden, sonst fallen sie bei der ersten Enttäuschung in alte Muster zurück. Die Berater unterstützen die Aussteiger bei der Ablösung aus ihren alten sozialen und ökonomischen Strukturen und stellen dafür klare Regeln auf. Sie bieten ihren Klienten jedoch keine bedingungslose wirtschaftliche und soziale Absicherung. Das Ziel ist es, bei ihnen eine nachhaltige Distanzierung von den extremistischen Gruppen sowie den von ihnen vertretenen ideologischen Positionen zu erreichen. Die Aussteigerprogramme sind personalintensiv und führen nicht in jedem Fall zum erwünschten dauerhaften Ausstieg der betreuten Personen aus der jeweiligen extremistischen Szene. Unter dem Gesichtspunkt der Verhinderung künftiger Straftaten, also der Kriminalprävention, haben sie sich jedoch in den letzten Jahren sehr bewährt. 

Vielfältige Programme 

Auf Bundesebene bieten z. B. das Bundesamt für Verfassungsschutz und die vom Familienministerium getragene Initiative Exit Aussteigerberatungen an. Auf der Ebene der Bundesländer unterstützen beispielsweise erfolgreiche Programme in Nordrhein-Westfalen und Bayern Aussteiger aus der rechtsextremistischen Szene. 

Siehe auch: 

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Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.