Sie sind hier >  /  
Beweissicherung
Vor Gericht sind die Beweise für ein Vergehen von entscheidender Bedeutung für eine Urteilsfindung. Die Polizei hat die Aufgabe, Beweise zu sichern. Dazu sammelt sie Spuren aller Art, auch Fotos und Videos, nimmt Verdächtige fest und verhört sie.

Indizien

Egal ob Einbruch oder Mord: Zuerst ist die Streifenpolizei am Tatort. Sie verschafft sich ein Bild der Situation und nimmt die Personalien der Zeugen auf. Danach übernimmt die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen, um alle Sachbeweise zu sichern. Der Kriminaldauerdienst der Polizei untersucht und dokumentiert die Spuren wie zum Beispiel Blut- oder DNA-Spuren. Bei komplexen Ermittlungen helfen auch die Beschäftigten und Labore der Landeskriminalämter. 

Aussagen 

Die Aussagen von Personen, die auf frischer Tat gestellt werden, die Zeugen einer Tat sind oder aufgrund von Sachbeweisen festgenommen werden, gelten als sogenannte „Personenbeweise“. Dabei besteht aber das Risiko, dass eine Aussage wieder zurückgenommen oder ihr Wahrheitsgehalt aufgrund mangelnder Zurechnungsfähigkeit zur Tatzeit angezweifelt werden kann. In vielen Bundesländern gibt es sogenannte Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE). Sie unterstützen die anderen Polizeikräfte beim Vorgehen gegen gewalttätige Störer und nehmen Gewalttäter fest. 

Verkehrsunfälle 

Bei schweren Verkehrsunfällen ist die Polizei für die Beweisaufnahme zuständig. Dies geschieht zum Teil sehr aufwändig durch das Photogrammetrie-Verfahren, bei dem man mit verschiedenen Spezialkameras ein dreidimensionales Bild der Unfallstelle erzeugt. Möglicherweise wird auch direkt ein Sachverständiger hinzugezogen, der ebenfalls Aufnahmen macht. Bei leichten Verkehrsunfällen sollte man die Unfallstelle als Beteiligter selbst fotografieren, um Beweise zu sammeln. Dafür reichen Handyfotos. Für die spätere Beantwortung der Schuldfrage ist der Standort der Fahrzeuge nach dem Unfall besonders wichtig. Deswegen sollte man auch eine Skizze des Unfalls erstellen sowie sich Name und Anschrift von Zeugen notieren. Das ist nicht nur für die Polizei, sondern vor allem auch für die Regulierung des Versicherungsschadens wichtig. Der Polizeibeamte Jens Petersen aus Hessisch-Oldendorf betreibt eine private Webseite zum Thema Unfallaufnahme und Beweissicherung im Straßenverkehr. 

Siehe auch: 

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Beliebte Artikel

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.