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Mobbing
Von „Mobbing“ spricht man, wenn Personen in verschiedenen Kontexten – etwa in der Schule, am Arbeitsplatz oder über moderne Kommunikationstechnologien – systematisch bedrängt, bedroht oder bloßgestellt werden.

Menschen „fertig machen“

Wer gemobbt wird, wird systematisch ausgegrenzt. Der Begriff hat sich besonders in der Arbeitswelt und in der Schule etabliert, durch die enorme Verbreitung moderner Kommunikationstechniken hat auch das „Cybermobbing“ an Bedeutung gewonnen. Dabei werden Menschen etwa mit Hilfe von Kampagnen in sozialen Netzwerken bedrängt. Mobbing ist bei weitem kein Randphänomen. Das Arbeitsministerium NRW spricht von 1,6 Millionen Menschen, die deutschlandweit unter Mobbing am Arbeitsplatz zu leiden haben.  Eine Studie der Universität Hohenheim zeigte 2011 auf, dass mehr als ein Fünftel der Schüler in Deutschland schon persönliche Erfahrungen mit Mobbing gemacht haben.&nb

Mobbing-Methoden

Das Grundprinzip von Mobbing bleibt in den unterschiedlichen Kontexten gleich, typisch sind

  • das Verbreiten von Gerüchten
  • das Herabwürdigen und Lächerlichmachen
  • das Ausschließen aus Gruppen

Dazu kommen spezifische Formen, beispielsweise: 

  • in der Arbeitswelt die Abwertung von Leistungen, der Ausschluss aus Arbeitsgruppen oder sexuelle Andeutungen am Arbeitsplatz
  • in der Schule die Androhung körperlicher Gewalt oder Taschengelderpressungen gegenüber Schülern und das Herabwürdigen von Lehrern in Online-Plattformen
  • in der virtuellen Welt das Veröffentlichen von herabsetzenden Fotos oder Filmen im Internet oder der Missbrauch der Identität des Opfers, etwa bei Einträgen in Foren.

Maßnahmen gegen Mobbing

Wer Opfer von Mobbing-Angriffen wird, sollte diese nicht einfach über sich ergehen lassen, sondern reagieren. Hier eine Auswahl möglicher Schritte: 

Opfer von Belästigungen sollten Beweismittel wie Briefe oder E-Mails sichern. 

Gegebenenfalls sollten Schulen, Netzbetreiber und in ernsten Fällen auch die Polizei informiert werden. 

Es existieren zahlreiche Selbsthilfegruppen, die Betroffenen online und in der realen Welt nötige Schritte aufzeigen können.

Besonders im Schulkontext gibt es bereits viele Therapeuten, die sich auf die Betreuung von Mobbing-Opfern spezialisiert haben. 

In Unternehmen sollte das Gespräch mit Vorgesetzten gesucht werden – möglicherweise gibt es auch bereits innerbetriebliche Angebote, die für diesen Fall eingerichtet wurden und genutzt werden können. 

Im Internet existieren zahlreiche Beratungsforen und Informationsportale rund um Mobbing. So finden sich auf der Webseite des Arbeitsministeriums NRW zahlreiche Tipps für Betroffene. 

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