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Mobiles Einsatzkommando (MEK)
Die Mobilen Einsatzkommandos, kurz MEK, zählen zu den Spezialeinheiten des Bundeskriminalamts (BKA) sowie des Bundes und der Länder. Ihr Haupteinsatzbereich liegt in der verdeckten Ermittlung und der Fahndung.

Anfang der Siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erschütterten mehrere dramatische Straftaten die Bundesrepublik, etwa die erste offene Geiselnahme in München 1971 sowie das Massaker bei den Olympischen Spielen im Jahr darauf. Die Bundesinnenminister schufen daraufhin die rechtliche Grundlage dafür, dass in den folgenden Jahren auf Bundes- wie auf Landesebene zahlreiche Spezialeinheiten eingerichtet wurden. Das gemeinsame zentrale Einsatzgebiet dieser Kräfte, zu denen auch die MEK zählen, ist die Bekämpfung der schweren Gewaltkriminalität. 

Spezialisten im Teamwork 

Beim BKA werden die MEK in der Abteilung „Zentrale kriminalpolizeiliche Dienste“ zusammengefasst. Hier sind u. a. auch das taktische Lagezentrum sowie die Schnittstellen zu internationalen Netzwerken wie Interpol oder dem Schengener Informationszentrum angesiedelt. In der operativen Tätigkeit arbeitet das MEK mit seinem Fokus Ermittlung und Fahndung – etwa bei Entführungen oder Erpressungen – beispielsweise mit den Experten für Verhandlungstechnik oder der Tatortgruppe zusammen. 

Sonderfall Hamburg 

Alle deutschen Bundesländer verfügen über mindestens ein MEK, dessen Mitarbeiter sich auf Fahndungs- und Observationsaufgaben konzentrieren. In aller Regel existieren daneben Spezialeinsatzkommandos (SEK), die für den so genannten Zugriff, also die Festnahme von Tatverdächtigen, zuständig sind. Hamburg hat als einziges Land einen eigenen Weg gewählt: Das MEK übernimmt hier beide Rollen, ist also für den gesamten Prozess bis hin zur Festnahme verantwortlich. Die lokalen Verantwortlichen wollen so Reibungsverluste in der Kommunikation vermeiden. Männer und Frauen, die sich bei einer der Spezialeinheiten der Polizei bewerben, müssen hohe Hürden überwinden. Schließlich ist, wie es die Polizei NRW formuliert, eine mehrmonatige spezielle und äußerst anspruchsvolle Ausbildung nötig, die Kandidaten „an ihre körperlichen und psychischen Belastungsgrenzen“ bringt. 

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Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
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