Sie sind hier >  /  
Asservat
Bei einem Asservat (von lateinisch „asservare“: bewachen) handelt es sich um einen von der Polizei im Rahmen der Gefahrenabwehr oder der Beweissicherung sichergestellten oder beschlagnahmten Gegenstand.

Asservatenkammer 

Asservate werden in der Regel bei der Polizei oder dem Zoll in der so genannten Asservatenkammer aufbewahrt – einem extra dafür angelegten und gesicherten Raum. Asservate können alle möglichen Gegenstände sein, die etwa an einem Tatort sichergestellt werden wie zum Beispiel Tatwaffen oder Spuren wie Haare oder Blut. Große Gegenstände wie etwa Fahrzeuge oder gefährliche Materialien wie zum Beispiel Sprengstoff werden nicht in der Asservatenkammer gelagert, sondern in anderen speziell gesicherten Bereichen. Alle verwahrten Asservate werden im so genannten Asservatenbuch aufgelistet. Jedes Asservat erhält einen Anhänger mit genauen Daten, damit es exakt zugeordnet werden kann (etwa zum Fundort, Nummer der Spur usw.). Asservate werden meist nur so lange aufbewahrt, bis das betreffende Straf- oder Bußgeldverfahren abgeschlossen ist. Danach werden sie entweder vernichtet oder an den Besitzer zurückgegeben. 

DNA-Analyse alter Asservate 

Seit es mit Hilfe von DNA-Analysen möglich ist, Täter zu ermitteln, können DNA-Spuren auf alten Asservaten auch nach Jahren noch zur Überführung von Tätern führen. Bei schwerwiegenden Straftaten – wie etwa ungeklärten Mordfällen – macht es daher Sinn, die Asservate auf sehr lange Zeit zu lagern. 

Siehe auch: 

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Beliebte Artikel

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.