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Strafe
Mit einer Strafe wird jemand sanktioniert, der sich unrecht verhalten hat. Zum Beispiel verhängen Gerichte Strafen gegen Personen, die gegen geltendes Recht verstoßen haben.

Begriffsverwendung 

Der Ausdruck „Strafe“ wird sowohl in Theologie und Philosophie als auch in den Erziehungs- und Sozialwissenschaften sowie in der Rechtswissenschaft verwendet. Ziele der Strafe sind: 

  • Abschreckung 
  • Prävention 
  • Änderung des Täterverhaltens 
  • Vergeltung 
  • Schutz der Grundwerte 
  • Erhaltung des Rechtsfriedens 

Die „Strafe“ im Strafrecht 

Eine Strafe im Sinne des Strafrechts ist nach einer vorherrschenden Definition ein Übel, das dem Täter wegen seines rechtswidrigen, schuldhaften und strafbaren Verhaltens als Vergeltung für begangenes Unrecht auferlegt wird. Die Kriminalstrafe ist mit einer bewussten Missbilligung der Tat und des Täters verbunden, womit sie sich von anderen Sanktionen der Rechtsordnung unterscheidet. Eine verfassungsrechtliche Strafe darf nur von einem Richter beziehungsweise einem Gericht verhängt werden. Wie hoch sie ausfällt, bemisst das Gericht nach der Schwere der Schuld, aufgrund der Tatumstände, der Täterpersönlichkeit sowie von Vorstrafen. 

Formen von Strafe 

Hauptstrafen/Kriminalstrafen: 

  • Freiheitsstrafe 
  • Geldstrafe 
  • Jugendstrafe 
  • Vermögensstrafe 
  • Todesstrafe 
  • Körperstrafe 

Bestimmte Formen der Bestrafung sind laut geltendem Recht nicht zulässig. Dazu zählen in Deutschland Leibesstrafen wie Züchtigung oder Verstümmelung. Die Todesstrafe wurde in Westdeutschland 1949 abgeschafft (Art. 102 GG), 1987 offiziell auch in der DDR. In Europa verpflichtet das 2003 in Kraft getretene Zusatzprotokoll zur Europäischen Menschenrechtskonvention die Staaten des Europarats, die es unterzeichnet und ratifiziert haben, zur vollständigen Abschaffung der Todessstrafe. 

 

Nebenstrafen: 

  • Einziehung/Beschlagnahmung 
  • Fahrverbot 
  • Aberkennung von Rechten (wie etwa dem Wahlrecht) 

Das Strafmaß 

Bei der Höhe einer Strafe spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: 

  • Vorsatz, Fahrlässigkeit, Notwehr 
  • aktive Tat oder Unterlassung 
  • Tatversuch oder -vollendung 
  • Täter oder Teilnehmer 
  • Strafmündigkeit und Schuldfähigkeit 
Siehe auch: 

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Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.