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Kriminologie
Die Kriminologie (lat. crimen: Verbrechen, Schuld; griech. logos: Lehre) ist die Wissenschaft vom Verbrechen. Sie sammelt und ordnet das Wissen über das Verbrechen, den Täter, Erscheinungsformen der Kriminalität und ihre Ursachen.

Kriminalistik vs. Kriminologie 

Während die Hauptaufgabe der Kriminalistik die praktische Aufklärung von Straftaten ist, handelt es sich bei Kriminologie um eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich hauptsächlich mit der Ursachenforschung krimineller Handlungen auseinandersetzt. Diese befasst sich u. a. mit 

  • individuell-menschlichen Faktoren wie Anlagen, Familie, Krankheiten und Alter, 
  • gesellschaftlichen- und Umweltbedingungen wie Beruf, Bezugsgruppen, Medien, Kriminalisierungs- und Entkriminalisierungsprozessen sowie mit 
  • bekannten und noch unbekannten Verbrechen (z. B. Tätertypologie, Ätiologie (die Suche nach den Ursachen für die Entstehung einer Krankheit), Phänomenologie, Kriminalgeographie, Prävention, Prognose und Dunkelfeldforschung). 

Richtungen

  • Kritische Kriminologie: thematisiert Kontroll- und Kriminalisierungsprozesse (sozialwissenschaftlich orientiert) 
  • Kriminalpolitische Kriminologie: thematisiert die Optimierung strafrechtlicher und gesellschaftlicher Kriminalprävention 
  • Angewandte Kriminologie: thematisiert Einzelfälle (Praxisfeld Strafrechtspflege) 
  • Viktimologie (Opferforschung): thematisiert die Persönlichkeitsstrukturen der Opfer sowie die Beziehungsstrukturen zwischen Opfern und Tätern 

Kriminologie als Lehrfach 

Die universitäre Kriminologie als Grundlagenfach des Jurastudiums ist in der Regel den rechtswissenschaftlichen Fakultäten zugeordnet. Das Fach Kriminologie führt Erkenntnisse aus den Rechtswissenschaften mit Aspekten der Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Ethnologie, Anthropologie und der Ökonomie zusammen. Ein eigener Masterstudiengang Kriminologie wird unter anderem an den Universitäten Hamburg (M.A. „Internationale Kriminologie“) und Bochum (M.A. „Kriminologie und Polizeiwissenschaft“) angeboten. 

Siehe auch: 

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Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.