Sie sind hier >  /  
Cybergrooming
Cyber-Grooming (Engl. groom = striegeln, zurechtmachen) ist die gezielte Ansprache und sexuelle Belästigung von Minderjährigen im Internet durch ihnen unbekannte Männer zwecks Anbahnung sexueller Kontakte.

Vorgehensweise der Täter

Beim Cybergrooming geben sich Erwachsene in Online-Foren, -Chats und Sozialen Netzwerken als Kinder oder Jugendliche aus. In der Regel sind es Männer. Mit Komplimenten und als vermeintlich verständnisvolle Gleichaltrige versuchen sie, das Vertrauen des Minderjährigen zu gewinnen. In manchen Fällen fordern die Täter intime Fotos oder Videos von ihnen. Ziel der Annäherungen mit Hilfe der Scheinidentität ist es, das Kind oder den Jugendlichen in der Realität zu treffen, um ihn oder sie sexuell zu missbrauchen oder pornographische Aufnahmen anzufertigen.

Rechtliche Grundlage

Cyber-Grooming bei unter 14-Jährigen ist strafbar. Laut Paragraph 176 des Strafgesetzbuchs werden Täter mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft. Zu den Tatbeständen zählen:

  • sexuelle Handlungen vor einem Kind vorzunehmen,
  • ein Kind dazu zu bestimmen, dass es sexuelle Handlungen vornimmt,
  • auf ein Kind durch Vorzeigen pornographischer Inhalte oder durch entsprechendes Reden einzuwirken,
  • auf ein Kind schriftlich einzuwirken, um es dazu zu bringen, dass es sexuelle Handlungen an oder vor dem Täter vornimmt oder von dem Täter an sich vornehmen lässt.
Siehe auch: 

Aktivitäten

Service

Über diese Suchfunktion finden Sie bundesweit kriminal-polizeiliche Beratungsstellen
Beratungsstellensuche

Newsletter

Unterstützer

Hier finden Sie unsere Unterstützer nach Themengebiet sortiert

Präventionsvideos

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Und gerade mit bewegten Bildern werden wir alle viel leichter erreicht als mit nüchternen Informationsmaterialien, die nur den Verstand ansprechen. Hier finden Sie die Präventionsvideos.

Schützen Sie Ihre Immobilie gegen Einbruch!

In diesem Video gibt Hauptkommissar Peter Werkmüller von der Kriminal-polizeilichen Beratungsstelle in Düsseldorf Tipps zum Einbruchschutz.

Beliebte Artikel

Sicherheitsbehörden in Deutschland

Abstimmung

Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.