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Identitätsdiebstahl
Unter Identitätsdiebstahl versteht man den Missbrauch personenbezogener Daten durch unbefugte Dritte. Dieser Missbrauch kann im realen Leben oder rein virtuell stattfinden.

Definition

Im Fall eines Identitätsdiebstahls verwenden Betrüger einen Namen und mindestens ein Geburtsdatum, um Straftaten wie Warenkreditbetrug zu begehen, Konten zu eröffnen oder betrügerischen Onlinehandel zu betreiben. Identitätsdiebstahl ist eine der am stärksten zunehmenden Kriminalitätsformen im Internet. In der Regel verfolgen Kriminelle dabei eines von zwei Zielen: einen Vermögensvorteil zu erreichen oder in selteneren Fällen den Betroffenen aus Beweggründen wie Hass, nicht erwiderter Liebe, Neid oder Rache zu schaden.

Folgen

Die Folgen, die ein Identitätsdiebstahl für den Betroffenen mit sich bringt, können bis zur Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz reichen. Das Bundesministerium des Innern und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik haben im Jahr 2010 erstmals eine umfassende Studie zum Themenfeld Identitätsmissbrauch erarbeiten lassen. Hieraus lassen sich Erkenntnisse ableiten, dass Missbrauch von Identitäten mittlerweile ein ernstzunehmendes Problem darstellt, durch das ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden entsteht.

Wie kann sich der Nutzer schützen?

Um den Verlust von Identifikationsdaten zu vermeiden, sollten Nutzer einige Regeln beachten, zum Beispiel:

  • So wenig personenbezogene Daten wie möglich in den Umlauf bringen, zum Beispiel nie in sozialen Netzwerken sein reales Geburtsdatum eingeben.
  • Im Internet recherchieren, welche personenbezogenen Daten dort im Umlauf sind.
  • Sichere Passwörter verwenden. Experten raten zu einer Kombination von Buchstaben (Groß- und Kleinschreibung), Sonderzeichen und Zahlen.
  • Post immer direkt aus dem Briefkasten holen. Papiere, die man wegwirft, immer sorgfältig zerreißen.
  • Kontoauszüge auf unerklärliche Abbuchungen und Gebühren durchsehen.
  • Sicherheitssoftware installieren. Internetbrowser, Betriebssystem, Firewall und Antivirensoftware immer auf dem neusten Stand halten.

Was tun als Opfer von Identitätsdiebstahl?

Wenn unberechtigte Abbuchungen erfolgen, unbegründete Zahlungsforderungen eingehen oder Passwörter für Online-Accounts nicht mehr akzeptiert werden, dann sollten Nutzer schnell handeln:

 

  • Bei unberechtigten Abbuchungen die Bank oder das Kreditinstitut kontaktieren.
  • Anbieter benachrichtigen, wenn mit den eigenen Daten Waren eingekauft wurden.
  • Gehacktes Passwort sofort zurücksetzen. Alle Passwörter zur Anmeldung bei Sozialen Netzwerken, Online-Shops, E-Mail-Accounts und anderen Online-Diensten ändern.
  • Systemsicherheit durch einen aktuellen Virenscanner prüfen und eine Antispy-Software einsetzen.
  • Strafanzeige/-antrag stellen.
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Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.