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Plagiat
Plagiate haben nicht nur negative wirtschaftliche Folgen – auch Verbraucher tragen die Konsequenzen und erhalten im Vergleich zum Originalprodukt oftmals schlechte Qualität zu überhöhten Preisen.

Definition

Der Begriff „Plagiat“ stammt aus dem Lateinischen von „plagium“ und bedeutet ursprünglich „Menschenraub“. Heute versteht man unter einem Plagiat einerseits die Aneignung fremder geistiger Leistungen, wie beispielsweise die Übernahme fremder Zeitungsartikel oder wissenschaftlicher Erkenntnisse. Andererseits aber auch Produkt- bzw. Markenfälschungen wie z. B. die Fälschung von Textilien, technischen Geräten oder Medikamenten („Produktpiraterie“). Experten gehen davon aus, dass inzwischen jedes zehnte Markenprodukt, das in Deutschland verkauft wird, eine Fälschung ist.

Gefahren von Produktfälschungen

  • Unfallgefahren wie fehlende oder unwirksame technische Schutzeinrichtungen, fehlende oder unzureichende Gebrauchsanleitungen, fehlende oder eingeschränkte Produktfunktionalitäten sowie Einsatz und Verarbeitung minderwertiger Materialien (bei technischen Geräten, Haushaltsgeräten etc.)
  • Gesundheitsgefahren wie Über- oder Unterdosierung von Wirkstoffen, nicht deklarierte oder gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe, fehlende oder unzureichende Gebrauchsanweisung (bei Medikamenten)
  • Finanzielle Gefahren wie Einbehaltung der Piraterieprodukte durch Behörden, nachträgliche Zoll- und Bußgelderhebungen sowie fehlender Haftungsausfall und fehlende Gewährleistungsansprüche

Empfehlungen für den Verbraucher

  • Beim Kauf von Waren im Internet, auf Floh- und Jahrmärkten, auf Kaffeefahrten sowie bei Straßenverkäufen im Urlaub sollte man besonders aufmerksam sein.
  • Besonderes Merkmal von Plagiaten ist der niedrige Preis – bei „Schnäppchen“ ist deshalb stets Vorsicht geboten!
  • In Produkt- und Garantieinformationen sollte immer auf das Kleingedruckte geachtet werden, denn dort finden sich häufig Rechtschreibfehler (oft auch schon im Markenname bzw. Logo).
  • GS-Zeichen und CE-Kennzeichnung sind kein Indiz für Originalprodukte, denn auch sie können gefälscht sein.

Plagiarius

Der „Plagiarius“ ist ein seit 1977 vergebener deutscher Negativpreis für besonders auffällige Produktkopien, der jährlich von der „Aktion Plagarius“ verliehen wird. Seit 2007 betreibt der eingetragene Verein in Solingen das „Museum Plagiarius“, in dem rund 250 Plagiate mit ihren dazugehörigen Originalen ausgestellt sind.

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Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.