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Industriespionage
Industriespionage ist eine von Unternehmen betriebene Ausspähung konkurrierender Firmen mit dem Ziel, sich durch Umfeld- und Produktanalysen wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen.

Industrie- versus Wirtschaftsspionage

Der Begriff „Industriespionage“ wird oft synonym für „Wirtschaftsspionage“ verwendet. Während Wirtschaftsspionage jedoch auf staatliche Initiative hin geschieht (z. B. um wirtschaftsnahe Forschungsergebnisse zu erfahren oder Wissen über konkrete Produkte zu erhalten), wird Industriespionage ausschließlich privat von Unternehmen betrieben. Industriespionage verursacht jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Zu den häufigsten Opfern – wie auch bei Wirtschaftsspionage – zählen in etwa 80 Prozent der Fälle innovationsstarke mittelständische Unternehmen.

Ziele bei Industriespionage

Das vorrangige Ziel der Unternehmen, die Industriespionage betreiben, ist stets der wirtschaftliche Vorteil gegenüber dem Konkurrenzunternehmen bzw. die Schädigung dessen Geschäftsaussichten. Speziell werden unter anderem folgende Informationen und Betriebsgeheimnisse ausspioniert:

  • Produktideen und Forschungsergebnisse,
  • Herstellungsverfahren und Konstruktionsunterlagen,
  • Steuerungssysteme und Spezialwerkzeuge,
  • Unternehmensentscheidungen,
  • Verkaufsstrategien, Absatz-/Vertriebswege und Kundendaten sowie
  • Kalkulationsunterlagen und Investitionsvorhaben

Methoden der Industriespionage

Zur Industriespionage werden sowohl technische Hilfsmittel als auch menschliche Spione eingesetzt (seltener). Die Informationsbeschaffung erfolgt unter anderem durch

  • das Eindringen in digitale Informationssysteme
  • Spionagesoftware/Spähprogramme (Spyware) bzw. so genannte „Exploit Kits“, die Sicherheitslücken in Systemen erkennen und ausnutzen
  • Überwachung von internen Kommunikationsabläufen (via Telefon, Mail)
  • Auswertungen von Informationen aus Datenbanken und dem Internet oder
  • den Einsatz von Agenten im Unternehmen
Siehe auch: 

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