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ICPO-Interpol
Als weltweit größte Polizeiorganisation mit insgesamt 190 Mitgliedstaaten befasst sich ICPO-Interpol mit der Stärkung der Zusammenarbeit nationaler Polizeibehörden bei der Prävention und Bekämpfung von Verbrechen.

Definition

Die Internationale kriminalpolizeiliche Organisation Interpol (kurz ICPO-Interpol von engl. „International Criminal Police Organization“) unterstützt kriminalpolizeiliche Behörden und andere Einrichtung bei der Verbrechensbekämpfung und -verhütung. ICPO-Interpol wurde 1923 als Internationale kriminalpolizeiliche Kommission in Wien gegründet und hat ihren Sitz mittlerweile in Lyon. Nicht zu den 190 Mitgliedstaaten von Interpol zählen lediglich Nordkorea, Taiwan, Kosovo, Palau, Salomomen, Tuvalu, Vanuatu, Mikronesien, Kribati, Westsahara sowie die Palästinensischen Autonomiegebiete.

Funktionen und Ziele

Zu den Hauptaufgaben von Interpol im Zuge der internationalen Bekämpfung von Verbrechen zählen

  • die Gewährleistung eines globalen Kommunikationssystems,
  • die Bereitstellung von Datenbanken für die Informationsverarbeitung,
  • die Benachrichtigung der Mitgliedstaaten über gesuchte Personen,
  • die Koordinierung gegenseitiger Unterstützungsmaßnahmen (z. B. durch Entsendung von technischen Spezialisten und Zurverfügungstellung von technischer Ausrüstung) und
  • die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Aus- und Fortbildung, Ausrüstung, Einsatz von Personal und Hilfsmitteln

Suchaufträge

Müssen Mitgliedstaaten über gesuchte Personen informiert werden, unterscheidet Interpol zwischen sieben verschiedenen farblich kategorisierten „Ausschreibungen“ (Notices). Die auch „Buntecken“ genannten Kategorien geben auf einen Blick Aufschluss über den Status der jeweiligen Suche:

  • Rote Notiz: Ersuchen um Festnahme / vorläufige Festnahme mit dem Ziel der Auslieferung
  • Blaue Notiz: Sammlung von zusätzlichen Informationen über die Identität oder Aktivitäten einer Person
  • Grüne Notiz: Bereitstellung von Warnungen und kriminalistischen Informationen über Personen, die Straftaten begingen und diese wahrscheinlich in anderen Ländern wiederholen werden
  • Gelbe Notiz: Hilfe bei der Ortung vermisster Personen (häufig Jugendlicher) oder Hilfe bei der Identifizierung von Personen, die sich nicht selbst identifizieren können
  • Schwarze Notiz: Suche nach Informationen bezüglich unidentifizierter Leichen
  • Orange Notiz: Warnt Polizei und andere internationale Organisationen über potentielle Bedrohungen von versteckten Waffen, Paketbomben oder anderem gefährlichen Material
  • Lila Notiz: Ausgegeben für Gruppen und Einzelpersonen, die Ziel der UN-Sanktionen gegen al-Qaida oder die Taliban sind
Siehe auch: 

Aktivitäten

Service

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Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.