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Fanprojekte
Als Fanprojekte werden organisierte sozialpädagogische Aktivitäten vor allem rund um jugendliche Fußballfans bezeichnet. Sie haben die Gewaltprävention, eine verbesserte Kommunikation aller Beteiligten und insgesamt eine positive Fankultur zum Ziel.

Soziale Einrichtungen – keine Fanclubs

Die mittlerweile knapp 50 offiziellen Fanprojekte, die in der ersten bis zur fünften Liga des deutschen Fußballs angesiedelt sind, dienen einem Zweck: der sozialpädagogischen Arbeit. In einem Grundlagenpapier hat die  Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte ihre Arbeitsweise beschrieben. Demnach geht es in den Fanprojekten vor allem um

  • Parteinahme für jugendliche Fans und ihre Interessen
  • Integration so genannter Problemgruppen
  • Schutz und Förderung der als „Fan-Szene“ bezeichneten Subkultur als wichtiges Element der Sozialisation und Identitätsentwicklung. 

Diese Ziele werden in den einzelnen Fanprojekten auf unterschiedliche Weise umgesetzt, etwa durch

  • Diskussionen der Fans mit Spielern, Trainern oder der Vereinsleitung, 
  • Kampagnen gegen Rassismus und Gewalt, 
  • Dialogangebote im Umfeld von Spielen,
  • Kulturveranstaltungen,
  • die Zusammenarbeit mit Polizei- und Ordnungskräften bei Fußballspielen,
  • regelmäßige Fan-Treffs oder
  • die Organisation von Sportevents.

Bundesweite Koordination

Die bereits seit den 1980-er Jahren existierenden Fanprojekte wurden 1993 auf festere organisatorische Beine gestellt – durch die Einrichtung einer eigenen Koordinationsstelle (KOS) bei der Deutschen Sportjugend (djs). Die Aufgaben der KOS umfassen u. a.: 

  • die Beratung, Begleitung und Fortbildung der Mitarbeiter in den einzelnen Fanprojekten 
  • die Übernahme einer beratenden und informierenden Rolle gegenüber Fußballinstitutionen, Politik, Polizei und Medien
  • Interventionen und Vermittlung bei Konflikten rund um den Fußball
  • die Mitarbeit in nationalen und internationalen Gremien, 
  • die Qualitätssicherung der sozialpädagogischen Fanarbeit durch das Siegel „Fanprojekt nach dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS)“. 

Die KOS war und ist auch in die Vorbereitung und Durchführung von Fußball-Großveranstaltungen wie Welt- und Europameisterschaften eingebunden. So wurden bei der WM 2006 in Deutschland beispielsweise von der Sportjugend gemeinsam mit den Fanbeauftragten der Fußballclubs und den Mitarbeitern von Fanprojekten zentrale Fanbotschaften als Anlaufstellen für internationale Besucher eingerichtet. 

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Sind Sie für eine Videoüberwachung auf allen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen?
JA, denn Kameras erhöhen das Sicherheitsgefühl von Anliegern und Passanten und verunsichern zugleich Straftäter. Kleine Straftaten werden verhindert, große schneller aufgeklärt.
Ich bin für Videoüberwachung, jedoch eingeschränkt auf die Bereiche, wo sie Sinn macht, z.B. in Bahnhöfen oder Geschäften, wo allein die Drohung mit der Kamera Straftäter abschreckt. Videoüberwachung ja, wenn sie begrenzt ist, aber nicht flächendeckend!
NEIN, dadurch wäre das Recht des Passanten auf das eigene Bild, auf Anonymität und Privatsphäre in Gefahr. Flächendeckende Aufzeichnungen führen zu einem Überwachungsstaat.