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Alterskriminalität
Alterskriminalität bezeichnet Delikte, die von Personen begangen werden, die über 60 Jahre alt sind. Die häufigsten Vergehen von Seniorinnen und Senioren sind Trunkenheit am Steuer, Fahrerflucht oder Diebstahl.

Wenig Forschung

Zur Alterskriminalität gibt es nur wenige Daten, da die Forschung sich meist eher auf jugendliche Straftäter konzentriert. Im Fokus stehen bei den Seniorinnen und Senioren eher Bagatelldelikte, mehr als zwei Drittel kommen im Alter sogar erstmals mit dem Gesetz in Konflikt. Die Gründe für Alterskriminalität sind durchaus unterschiedlich – bei manchen spielt Altersarmut eine Rolle, andere reizt der Nervenkitzel, etwas Verbotenes zu tun. Experten schätzen, dass sich allein durch das Altern der Bevölkerung (demographischer Wandel) die Zahl der straffälligen Rentner in den nächsten 20 Jahren nahezu verdoppeln wird.

Polizeiliche Kriminalstatistik

Im Jahr 2017 gab es laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) insgesamt 153.181 Tatverdächtige, die älter als 60 Jahre alt waren – etwas weniger als noch im Vorjahr (157.359). Der Anteil der Straftaten, die von Senioren begangen werden, ist jedoch vergleichsweise gering. So lag der Anteil der Tatverdächtigen über 60 im Jahr 2017 bei etwa 7,3 Prozent. Der Großteil ist deutscher Herkunft (131.346). Bei „Diebstahl ohne erschwerende Umstände“ stellt diese Altersklasse einen relativ hohen Anteil aller Tatverdächtigen (33.888). Auch begingen Menschen über 60 im Jahr 2017 vergleichsweise häufig einen Ladendiebstahl (26.892).

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